Ringvorlesung "Quo vadis Europa?"

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Lettura

Europa steht vor einer Vielzahl tiefgreifender Herausforderungen, die grundlegende Fragen nach der politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Zukunft aufwerfen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die europäische Sicherheitsordnung nachhaltig erschüttert und zwingt Staaten wie Institutionen dazu, ihre Rolle zwischen Abschreckung, Solidarität und Friedenssicherung neu zu definieren. Gleichzeitig rücken Fragen nach der strategischen Autonomie Europas, nach der Zukunft der europäischen Integration sowie nach den Grenzen und Möglichkeiten gemeinsamer Aussen- und Sicherheitspolitik verstärkt in den Fokus. Aus historischer Perspektive sind Europas politische Ordnungen Ergebnis langfristiger Aushandlungsprozesse, die von Kriegen, Friedensschlüssen, Integrationsbestrebungen und ideologischen sowie religiösen Konflikten geprägt wurden. Die Frage „Quo vadis Europa?“ ist daher auch eine historisch grundierte Frage nach Kontinuitäten und Brüchen im Umgang mit Gewalt, im Verständnis von Souveränität oder in der Idee eines gemeinsamen Europas.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Ringvorlesung „Quo vadis Europa?“ den aktuellen Unsicherheiten und Transformationsprozessen Europas. Ziel ist es, zentrale Entwicklungen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven zu beleuchten und in einen gemeinsamen analytischen Rahmen zu stellen. Die Reihe nimmt insbesondere Wechselwirkungen zwischen Krieg und Frieden, politischer Ordnung, rechtlicher Integration sowie wirtschaftlicher Kooperation in den Blick und verankert diese zugleich in ihren historischen Tiefendimensionen und kulturell-religiösen Kontexten.

  • 16.09.26 Hanspeter Kriesi (Politikwissenschaft) Europe After the Calm.  From Polycrisis to Geopolitical Squeeze 
  • 23.09.26 Micha Gläser (Politische Philosophie / Volkswirtschaft) Kant zu Recht, Krieg und Frieden 
  • 30.09.26 Jan Matti Dollbaum (Politikwissenschaft) Voting for Oligarchs? Umfrage experimente aus Europa und den USA 
  • 07.10.26 Cédric Brélaz  (Geschichte) La «dissolution» de la démocratie: réflexions à partir de l’expérience des cités grecques antiques. 
  • 14.10.26 Siegfried Weichlein (Zeitgeschichte) Quo vadis EU? Die Schweiz und Österreich- Ungarn als historische Modelle 
  • 21.10.26 Fabio Wasserfallen (Politikwissenschaft) Swiss-EU Relations. The State of Play and Public Opinion 
  • 28.10.26 Natasha Wunsch (Politikwissenschaft) Liberal Democratic Commitment in Europe 
  • 04.11.26 Thierry Madiès (Volkswirtschaft) La concurrence fiscale dans l’UE 
  • 11.11.26 Ansgar Jödicke (Religionswissenschaften) Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion, Europa? 
  • 25.11.26 Giulia Raimondo  (Europarecht) Le Pacte sur la migration et l’asile  et l’externalisation des frontières européennes 
  • 02.12.26 Sarah Engler  (Politikwissenschaft) Economic Challenges for Democracy 
  • 09.12.26 Matthieu Gillabert  (Zeitgeschichte) Que faire d’un passé commun? L’Europe  au défi des guerres mémorielles
Organizzato da
Riccarda Schmid, Zentrum für Europastudien, Universität Freiburg

Veranstaltungsort

Universität Freiburg CH, Campus Pérolles, PER21 E130
Bvd. de Pérolles 90
1700 
Freiburg

Contatto

Riccarda Schmid
Lingua/e della manifestazione
Tedesco
Francese
Inglese

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