Professur für Kulturgeschichte Indiens

An der Universität Zürich ist auf den 1. August 2028 eine Professur für Kulturgeschichte Indiens (Open Rank) zu besetzen.

Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie exzellente, international sichtbare Forschung im Bereich der Kulturgeschichte Indiens vorweisen können und über eine ihrem akademischen Alter entsprechende Lehrerfahrung verfügen. Zentral für die Stelle ist ein kulturgeschichtlich ausgerichtetes Forschungsprofil, das sich auf der Grundlage historischer Quellen mit den intellektuellen, religiösen oder künstlerischen Traditionen Indiens und deren Rezeption, Umdeutung und fortdauernder Wirkung auseinandersetzt – ob auf textlicher, materieller oder auf beiden Grundlagen. Von besonderer Bedeutung ist die nachgewiesene Fähigkeit, historische und kulturgeschichtliche Forschung mit gegenwärtigen Fragestellungen zu verbinden.

Bewerbungen aus der Indologie sind ebenso willkommen wie aus verwandten Disziplinen (z. B. Religionswissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Ethnologie, Sprachwissenschaft oder Rechtsgeschichte). Vorausgesetzt wird eine hervorragende sprachliche und textanalytische Kompetenz in mindestens einer indischen Sprache, idealerweise einer klassischen Schriftsprache in Verbindung mit einer modernen indischen Sprache (z. B. Hindi, Bengali, Tamil oder Urdu). In der Lehre soll die Kulturgeschichte Indiens im weiten Sinne abgedeckt werden, einschliesslich der quellennahen Arbeit mit Texten oder Objekten in mindestens einer indischen Sprache; das Lehrportfolio schliesst Religion, Kunst und materielle Kultur, Recht und Politik, Gesellschaft und Geschlecht sowie Ritual und religiöse Alltagspraxis ein, wobei die jeweilige Gewichtung vom Profil der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers abhängt.

Neben innovativen Forschungsimpulsen für das Fach wird die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit der sozialwissenschaftlichen Professur für Indienstudien sowie mit weiteren Professuren am Asien-Orient-Institut und an der Philosophischen Fakultät erwartet, ebenso wie die Kooperation mit nationalen und internationalen Institutionen, namentlich dem Museum Rietberg und dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich.

Vorausgesetzt werden eine zum Zeitpunkt der Bewerbung abgeschlossene Promotion in der Indologie oder einer verwandten Disziplin sowie weitere exzellente wissenschaftliche Publikationen. Entsprechend der Qualifikation der zu berufenden Person wird die Professur als Ordinariat, Extraordinariat oder als Assistenzprofessur mit Tenure Track besetzt. Die Lehre erfolgt auf Deutsch und auf Englisch, die Verwaltungssprache der Universität Zürich ist jedoch Deutsch.

Das Asien-Orient-Institut, die Universität Zürich sowie der Hochschulstandort Zürich bieten ein anregendes Forschungs- und Lehrumfeld mit vielfältigen Möglichkeiten für fachlichen Austausch und Kooperation. Die Universität Zürich strebt Gleichberechtigung und eine Erhöhung der Diversität in Forschung und Lehre an und bittet ausdrücklich um entsprechende Bewerbungen.

Bewerbungen sind bis zum 7. Dezember 2026 online einzureichen. Zugang und Informationen zur Online-Bewerbung finden Sie auf der Webseite der Philosphischen Fakultät.

Datore di lavoro
Asien-Orient-Institut Universität Zürich
Tempo di lavoro
100%
Sede di lavoro
Zürich
Data di scadenza