Gewalt ist in der US-amerikanischen Politik eines ihrer wiederkehrenden Merkmale und eine beständige Kraft: zerstörerisch und ebenso produktiv, indem sie neue Grenzen und neue Ordnungen zwischen Menschen und Räumen hervorbringt. Der Vortrag beleuchtet ausgehend von Fotografien die Rationalitäten, Möglichkeitsbedingungen und Formen der Gewalt in spezifischen historischen Konfigurationen. Dabei bedingen sich oftmals gegenseitig verschiedene Gewaltformen – von epistemischer bis zu physischer Gewalt. Zudem wird gefragt, wie Gewalt die Vorstellungen von Demokratie, Moderne und Zivilisation in den USA prägte, sie infrage stellte und zuweilen auch normalisierte.
PD Dr. Barbara Lüthi ist Historikerin und Senior Researcher am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) am Standort Leipzig. Sie arbeitet am FGZ an einem Projekt zu «Culture Wars» in den USA, Deutschland und der Schweiz. Ihre Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Migrations- und Mobilitätsgeschichte, Globalgeschichte, Geschichte der Gewalt, Postcolonial Studies und Geschichte der sozialen Bewegungen. Zu ihren Publikationen gehören The Freedom Riders Across Borders: Contentious Mobilities (Routledge) wie auch als Mitherausgeberin Postkoloniale Schweiz: Formen und Folgen eines Kolonialismus ohne Kolonien (transcript) und Un-/Doing Race: Rassifizierung in der Schweiz (Seismo).
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