Barbara Lüthi (Universität Leipzig): Demokratie und Gewalt in der Geschichte der USA [Teil der Ringvorlesung: Demokratie unter Druck. Beginnt ein autoritäres Zeitalter?]

27. octobre 2026 - 17:15 - 19:00
Cours magistral

Gewalt ist in der US-amerikanischen Politik eines ihrer wiederkehrenden Merkmale und eine beständige Kraft: zerstörerisch und ebenso produktiv, indem sie neue Grenzen und neue Ordnungen zwischen Menschen und Räumen hervorbringt. Der Vortrag beleuchtet ausgehend von Fotografien die Rationalitäten, Möglichkeitsbedingungen und Formen der Gewalt in spezifischen historischen Konfigurationen. Dabei bedingen sich oftmals gegenseitig verschiedene Gewaltformen – von epistemischer bis zu physischer Gewalt. Zudem wird gefragt, wie Gewalt die Vorstellungen von Demokratie, Moderne und Zivilisation in den USA prägte, sie infrage stellte und zuweilen auch normalisierte.

PD Dr. Barbara Lüthi ist Historikerin und Senior Researcher am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) am Standort Leipzig. Sie arbeitet am FGZ an einem Projekt zu «Culture Wars» in den USA, Deutschland und der Schweiz. Ihre Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Migrations- und Mobilitätsgeschichte, Globalgeschichte, Geschichte der Gewalt, Postcolonial Studies und Geschichte der sozialen Bewegungen. Zu ihren Publikationen gehören The Freedom Riders Across Borders: Contentious Mobilities (Routledge) wie auch als Mitherausgeberin Postkoloniale Schweiz: Formen und Folgen eines Kolonialismus ohne Kolonien (transcript) und Un-/Doing Race: Rassifizierung in der Schweiz (Seismo).

Organisé par
Vitus Huber, Thomas Lau, Damir Skenderovic (alle Universität Fribourg)

Lieu de l'événement

Universität Freiburg, Miséricorde, Gebäude MIS 03, Raum 3113
Avenue de l'Europe 20
1700 
Fribourg

Kontakt

Nicolas Blumenthal
Langues de l'évènement
Allemand

Informations supplémentaires sur l'événement

Coûts de participation

CHF 0.00
Die Ringvorlesung ist öffentlich und gratis. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Inscription

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