Am Historischen Institut der Universität Bern sind auf den 1. Juli 2026 oder nach Vereinbarung drei Doktorand:innenstellen in dem vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten historischen Forschungsprojekt „Women's Global 1990s: Networks, Activism, and Politics“ zu besetzen. Die Stellen sind auf vier Jahre befristet.
Das Forschungsprojekt untersucht transnationale Frauennetzwerke, die zwischen Mitte der 1980er Jahre und dem Beginn des neuen Jahrtausends gegründet wurden. Diese brachten Aktivistinnen aus dem globalen Norden und Süden zusammen und avancierten innerhalb der transnationalen Frauenbewegung zur wichtigsten Organisationsform. In den 1990er Jahren wurden sie zu bedeutenden politischen Akteurinnen und Wissensproduzentinnen, die Frauen- und Geschlechterfragen auf die Agenda internationaler Organisationen und Konferenzen setzten. Das Forschungsprojekt untersucht die politischen Strategien dieser Frauennetzwerke sowie die Herausforderungen, Kontroversen und Rückschläge, mit denen sie konfrontiert waren. Unter Verwendung von Konzepten aus der Globalgeschichte, der Geschlechtergeschichte und der Wissensgeschichte erforscht es sowohl ihre Aktivitäten auf internationaler Ebene als auch wichtige lokale Kontexte, so insbesondere Frauengruppen und Aktivistinnen aus dem globalen Süden. Geplant ist, dass sich die drei Dissertationen des Forschungsprojektes mit transnationalen Frauennetzwerken befassen, die in den Bereichen (1) nachhaltige Entwicklung, (2) reproduktive Gesundheit und (3) informelle Arbeit aktiv waren.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Ihre Aufgaben
Ziel ist es, im Rahmen des Forschungsprojektes innerhalb von vier Jahren eine geschichtswissenschaftliche Dissertation in einem der oben genannten Themenbereiche zu verfassen. Zu diesem Zweck werden Sie in Archiven und Bibliotheken in verschiedenen Ländern forschen, regelmässig an den Treffen der Forschungsgruppe teilnehmen und Ihre Forschungsergebnisse an internen Workshops und internationalen Konferenzen präsentieren.
Ihr Profil
- Ausgezeichneter Master- oder gleichwertiger Abschluss im Fach Geschichte
- Hohe Motivation für das Verfassen einer geschichtswissenschaftlichen Dissertation
- Ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeiten sowie Fähigkeit zur Selbstorganisation
- Grosses Interesse am Forschungsprojekt und die Bereitschaft, sich in die globale Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie den spezifischen Themenbereich Ihrer Dissertation einzuarbeiten
- Bereitschaft zur internationalen Vernetzung sowie zur Teilnahme und Mitarbeit an internen Workshops und internationalen Konferenzen
Wir bieten Ihnen
- Vierjährige wissenschaftliche Qualifikationsstelle (100%) mit dem Ziel der Promotion
- Lohn gemäss den Ansätzen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sowie attraktive Anstellungsbedingungen und Sozialleistungen
- Moderner und gut ausgestatteter Arbeitsplatz in einer dynamischen und inspirierenden universitären Arbeitsumgebung
- Zugang zu Programmen und Weiterbildungsangeboten für Doktorand:innen sowie zu einer Vielzahl akademischer Aktivitäten
- Produktive und unterstützende Atmosphäre im Rahmen des Forschungsprojektes sowie Begleitung durch ein Netzwerk renommierter Spezialist:innen
Bewerbung und Kontakt
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung in einem PDF bis zum 15. März 2026 an sibylle.marti@unibe.ch. Die Bewerbung sollte folgende Dokumente enthalten:
- Motivationsschreiben (inklusive Ausführungen zum Interesse am Forschungsprojekt)
- Lebenslauf (inklusive allfällige Publikationen)
- Zeugniskopien
- Zwei Kontakte zum Einholen von Referenzen
- Ausschnitt aus der Masterarbeit oder einem anderen geschichtswissenschaftlichen Text (ca. 10-20 Seiten)
Die Bewerbungsgespräche finden am 7. und 8. April 2026 statt und werden entweder persönlich oder per Zoom geführt. Reisekosten werden erstattet. Die Universität Bern strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in akademischen Positionen an. Qualifizierte Kandidatinnen werden ausdrücklich ermutigt, eine Bewerbung einzureichen.