Julius II. : Politik der Zeichen

Cognome dell'autore
Joseph
Ritz
Tipo di ricerca
Dottorato
Stato
abgeschlossen/terminé
Cognome del docente
Prof.
Achatz
von Müller
Co-direttore
Burkart, Lucas
Istituzione
Departement Geschichte
Luogo
Basel
Anno
2010/2011
Abstract
Julius II. (1503 -1513) war seit 1471 Kardinal. Sein bürgerlicher Name war Giuliano della Rovere. Er stammte aus Savona an der Ligurischen Küste. Die vorliegende Biografie beginnt mit der Zeit seines Kardinalats. Dieses hatte er unter vier Päpsten inne. Inhaltlich beschränkt sich die Biografie auf die Politik, auf das offizielle in Erscheinungtreten in seinem Amt. In dieser Perspektive wird sich die Arbeit auf die soziale Persönlichkeit ausrichten. Das Spezielle dieser Arbeit sind die Quellen. Während die herkömmliche Biografie ihre Inhalte an erster Stelle aus Textquellen schöpft, setze ich bei den Zeichenquellen an. Unter Zeichen verstehe ich Gegenstände, Dinge jeglicher Art, sofern sie mit Sinn geladen sind und dadurch kommunikationsfähig werden. Ich rechne dazu alle Erzeugnisse der Architektur, der Malerei, der Skulptur, aber auch die Artefakte des Gewerbes und des Handwerks; für meine Zwecke stehen nicht ästhetische oder materielle Werte im Vordergrund, sondern kommunikative. Methodisch gehe ich so vor, dass ich jedes einzelne Zeichen auf seine Repräsentationskraft befrage und dann mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Repräsentationsforschung, resp. der Symboldeutung Funktion und Bedeutung der jeweiligen Zeichen herausarbeite. Im Aufbau folge ich dem Kardinalat chronologisch; zum Papstamt gehe ich thematisch nach den drei hauptsächlichen Bereichen seines Amtes vor: Rom, Vatikan und päpstliche Territorien. Als Ergebnis der Arbeit, die auf die Politik der Zeichen eingeschränkt blieb, darf ich festhalten, dass sich meine Bemühungen wie Facetten in Raffaels Londonporträt über Julius II. wieder finden. Was Raffael als den K i r c h e n fürsten präsentiert, habe ich in der Untersuchung der Zeichen als den Kirchen f ü r s t e n durchschaut. Indem ich die Präsentationen auch als Repräsentationen betrachtet habe, schimmert auf Münzen und Medaillen, in Bauten und Bildern und anderen Artefakten die eine Ideologie heraus: der monarchisch herrscherliche Wille Julius’ II. zur Wiederherstellung des Kirchenstaates.
External ID
60509

Accesso al lavoro

Biblioteca

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