Geheimschriften, Spioninnen, Geheime Räte: Geheimnisse und Politik im Ancien Régime am Beispiel Solothurns

19. marzo 2026 - 19:15 a 21:00
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In der Alten Eidgenossenschaft spielte Geheimhaltung eine zentrale Rolle in der Politik. Gerade in Solothurn, dem Sitz des französischen Ambassadors, war das Bedürfnis hoch, im Verborgenen zu verhandeln und Informationen geheim zu halten.

Dieser Vortrag beleuchtet die politische Geheimhaltung in Solothurn und weiteren Orten der Alten Eidgenossenschaft. Dabei stehen zum Beispiel die Netzwerke der geheimen Kommunikation im Zentrum, die es zwischen verschiedenen Orten gab. In Zeiten politischer Spannungen griffen Regierungen, einzelne Ratsherren oder Diplomaten zu Chiffren und Tarnwörtern, um vertrauliche Korrespondenz vor fremden Blicken zu schützen.

Nebst den Regierungen rücken auch andere Akteur:innen in den Blick, die für die frühneuzeitliche Geheimpolitik bedeutsam waren: Die Rede ist von Informant:innen, «Spion:innen» und Mittelsleuten wie beispielsweise der berühmten Bernerin Katharina Perregaux von Wattenwyl. Sie übermittelte im späten 17. Jahrhundert Informationen zwischen dem französischen Ambassador in Solothurn und der Berner Regierung und bewegte sich dabei in einem gefährlichen Spannungsfeld gegensätzlicher Interessen, verdeckter Nachrichten und verratener Geheimnisse.

Der Vortrag basiert auf einem aktuellen Forschungsprojekt der Universität Bern zur Geheimhaltung in der Alten Eidgenossenschaft und präsentiert die spannendsten Resultate und Archivfunde des Projekts. Debora Heim ist Historikerin MA und schreibt ihre Dissertation zu diesem Thema.

Organizzato da
Historischer Verein des Kantons Solothurn

Veranstaltungsort

Zentralbibliothek Solothurn, 1. OG Querbau
Bielstrasse 39
4500 
Solothurn
Lingua/e della manifestazione
Tedesco

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Informazioni sui costi

CHF 0.00

Inscrizione

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Bildnachweis

Staatsarchiv Solothurn, Geheimes Alphabet 1655, und Stiftung Schloss La Sarraz, Porträt 1674