Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte – früher genauso wie heute. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben.
Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie der Schlacht bei Murten, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder die latente Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg formte das Selbstverständnis der Schweiz. Dabei wird sichtbar, wie sich durch Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen entwickelten – etwa durch Kapitalanhäufung im Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder die Veränderung von Geschlechterbildern.
Das Selbstbild der neutralen und friedensfördernden Schweiz ist bis in die Gegenwart prägend insbesondere für die Aussenpolitik. Zwischen Bedrohung und Diplomatie öffneten sich für die Schweiz aber auch Spielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten und Geschichten regt die Ausstellung dazu an, verbreitete Sichtweisen zum Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu reflektieren und selbst einen Beitrag zu einem Thema zu hinterlassen, das oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
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