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Das Erbe der Schweizer Filmwochenschau online

Das Projekt zur Erhaltung und Digitalisierung der Schweizer Filmwochenschau ist das Ergebnis einer langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft zwischen Memoriav, der Cinémathèque suisse und dem Schweizerischen Bundesarchiv. Mit dem Projekt wurden mehr als 6.000 Filmbeiträge aus diesem einmaligen Bestand, die zwischen 1940 und 1975 gedreht wurden, erhalten und online gestellt, was fast 200 Stunden Film entspricht.

Diese Wochenschauen, die mehr als drei Jahrzehnte filmische Berichterstattung, vor allem in den Kriegsjahren, als Vorfilm in allen Kinos der Schweiz in französischer, deutscher oder italienischer Sprache brachten, sind für Forschung, Bildung und die Realisierung von Dokumentarfilmen eine unschätzbare audiovisuelle Quelle zur neueren Geschichte unseres Landes – ein wahres Kulturerbe!

Mit der Onlinepublikation wird der Zugang zu diesem einmaligen Filmbestand auch für die breite Öffentlichkeit möglich. Die Schweizer Filmwochenschau ist in allen drei Sprachen auf dem Portal des Schweizerischen Bundesarchivs recherche.bar.admin.ch oder auf dem Zugangs- und Rechercheportal von Memoriav memobase.ch zugänglich.

Zum Abschluss des Gemeinschaftsprojekts zur Erhaltung und Onlinepublikation findet am Samstag, 7. August 2021, um 15 Uhr am Filmfestival Locarno eine Podiumsdiskussion statt, die auf das online Zugangsprojekt und auf den Wert dieses einmaligen Filmerbes für Bildung, Forschung und die breite Öffentlichkeit eingeht.

Bildnachweis: Die Schweizer Filmwochenschau lässt sich hinter die Kulissen blicken und zeigt den Werdegang einer Nummer von den Aufnahmen der Operateure bis zur fertigen Kopie. Die Nummer 1000, Schweizer Filmwochenschau vom 19.1.1962. Quelle: Cinémathèque suisse / Schweizerisches Bundesarchiv – Zum Beitrag auf der Memobase.