Öffentlichkeit und der Zugang zu politischen Informationen sind Eckpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Wie politische Informationen produziert, verbreitet und genutzt werden, hat sich jedoch grundlegend verändert durch die digitale Transformation. Journalistische Medien konkurrieren heute mit Plattformen, politischen Akteuren und zunehmend auch KI-basierten Systemen um Aufmerksamkeit und Deutungshoheit. Gleichzeitig verändern personalisierte Informationsumgebungen, algorithmische Empfehlungssysteme und KI-basierte Chatbots die Art und Weise, wie Bürger·innen Informationen finden, bewerten und für ihre politische Meinungsbildung nutzen. Der Vortrag beleuchtet diese Veränderungen aus der Perspektive von Informationsangebot und -nutzung und diskutiert deren Folgen für demokratische Öffentlichkeit, politische Teilhabe und die Resilienz demokratischer Gesellschaften im Zeitalter von Plattformen und generativer KI.
Sina Blassnig ist ordentliche Professorin für Digitale Kommunikation und Datafizierung an der Universität Freiburg sowie Direktorin des Instituts für digitale Kommunikation und Medieninnovation (IDCMI), das in Kooperation mit der Fachhochschule Graubünden geführt wird. Nach ihrem Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft an der Universität Zürich promovierte sie am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) zu populistischer Online-Kommunikation und war dort danach als Oberassistentin tätig. Forschungsaufenthalte führten sie unter anderem an die Hebrew University of Jerusalem und die University of Amsterdam. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen digitaler Journalismus, politische Kommunikation, Medieninnovation sowie künstliche Intelligenz in der Medienproduktion und -nutzung. Dabei verfolgt sie einen international vergleichenden Ansatz und integriert Angebots- und Publikumsperspektiven.
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