Die ersten National-, Stände- und Bundesrätinnen, die ab 1971 ihr Amt antraten, läuteten das Ende der Männerdemokratie in der Schweiz ein. Fabienne Amlinger erzählt in ihrem Buch «Unerhört» in fünf Essays die Geschichte dieser Pionierinnen im Bundeshaus – vom Gelächter, das die Politikerinnen ernteten, wenn sie im Ratssaal ans Redepult traten, über die von Männern geprägten Konventionen des Politisierens, bis zur medialen Berichterstattung und den zahlreichen Dramen rund um die Wahlen von Bundesrätinnen.
Noëmi Crain Merz (Basel) gibt in ihrer Rezension einen Einblick in das Buch, ordnet es in die Forschung ein und diskutiert die Machart dieser «flüssig geschriebenen Lektüre», die durchwegs «lebendig und anregend» bleibe. Es sei Fabienne Amlingers Verdienst, «den politischen Pionierinnen im Bundeshaus einen sichtbaren Platz in der Geschichte gegeben zu haben», schreibt Merz. Sie zeige damit zugleich, «wie tiefgreifend und nachhaltig die aktive Beteiligung von Frauen im Parlament die politische Kultur und die inhaltlichen Akzente der Schweizer Politik verschoben hat.»
Lesen Sie die ganze Besprechung des Buchs auf infoclio.ch und HSozKult!
Merz, Noëmi Crain: Rezension zu: Amlinger, Fabienne: Unerhört. Die ersten Politikerinnen im Bundeshaus, Zürich 2025, in: infoclio.ch, 17.02.2026, <https://www.infoclio.ch/de/rez?rid=155003>.