Kameraden links und rechts. Eine alltags- und geschlechtergeschichtliche Analyse des Militärdienstes in der Schweiz 1939-1945

Cognome dell'autore
Christof
Dejung
Tipo di ricerca
Dottorato
Stato
abgeschlossen/terminé
Cognome del docente
Prof.
Jakob
Tanner
Istituzione
Neuzeit
Luogo
Zürich
Anno
2004/2005
Abstract
Das Militär hat für die Selbstbeschreibung der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges eine alles überragende Bedeutung. Erstaunlicherweise gibt es jedoch kaum sozial- und kulturgeschichtliche Untersuchungen zum Militärdienst in dieser Zeit. Diese Lücke möchte ich mit meiner Dissertation ein Stück weit füllen. In der Studie soll erstens untersucht werden, wie im militärischen Diskurs die Verknüpfung von Wehrdienst, Staatsbürgerschaft und Geschlechterordnung hergestellt wird. Zweitens wird gefragt, welchen Niederschlag diese Diskurse in Alltagshandlungen oder militärischen Ritualen fanden bzw. inwiefern die Alltagserfahrungen der Soldaten den oben erwähnten Diskursen widersprachen. Drittens geht es darum zu klären, welchen Stellenwert die individuelle und kollektive Erinnerung an den Militärdienst während des Zweiten Weltkriegs für die Schweiz der Nachkriegszeit hatte. Um diesen Fragen nachzugehen sollen sowohl gedruckte Quellen aus dem Militärbereich (u. a. Propagandaschriften, Soldatenlieder, Erinnerungsliteratur, Reglemente), als auch ungedruckte Quellen wie Briefe oder Tagebücher untersucht werden. Ausserdem wurden Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt.

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