Zurück. Remigrieren zwischen Geschichte und Literatur

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Tagung

Interdisziplinäre Tagung 

«Remigration» wurde zum Unwort des Jahres 2023 erklärt. Die politische Vereinnahmung des Begriffs droht dabei zu verdecken, dass Rückwanderung seit jeher ein Bestandteil von Migrationsprozessen ist. Rückkehrerzählungen strukturieren individuelle Lebensläufe, prägen kollektive Erinnerungen und bringen gesellschaftliche Deutungen von Migration hervor.

Doch wer erzählt von der Rückwanderung? Wie wird migrantisches Erleben narrativ gefasst und wie wird es sozial, politisch und kulturell gedeutet? Unter welchen Bedingungen werden die Migrationserzählungen tradiert oder marginalisiert? Welche Rolle spielen dabei Gattungen, Medien und Diskurse? 

Unter der Prämisse einer kritisch reflexiven Migrationsforschung gilt es zu hinterfragen, in welche historische Konstellationen sich die betreffenden Erzählpraxen einfügen, inwieweit sie bestehenden Macht- und Deutungsregimen gehorchen und wo sie ein Unruhepotential entfalten, das auch auf die Selbstwahrnehmung der Sesshaften zurückwirkt.

Die interdisziplinäre Tagung thematisiert narrative Verfahren und Darstellungslogiken der Rückkehrerzählungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Dabei lotet die Tagung das Spannungsfeld aus, das aus der komplexen Trias von Migration, Text und Macht im Brennpunkt der biographischen Schwellenerfahrung der Rückkehr entsteht.

Organisiert von
Agnes Gehbald (Historisches Institut, Universität Bern) & Eva Eßlinger (Literaturwissenschaft, Universität Konstanz)

Veranstaltungsort

UniS, Raum S 201, Universität Bern
Schanzeneckstrasse 1
3012 
Bern

Kontakt

Agnes Gehbald
Sprachen der Veranstaltung
Deutsch

Zusätzliche Informationen

Kosten

CHF 0.00