CfA: Didactica Historica (13/2027): Magie

16. März 2026
Call for papers

Call for paper für die Zeitschrift Didactica Historica no 13/2027 zum Thema "Magie". 

NB: Didactica Historica enthält fünf Rubriken, für die Beitragsvorschläge eingereicht werden können.

  • Dossier «Geschichte»: Magie 
  • Aktuelle Geschichtsdidaktische Forschung
  • Erfahrungsberichte
  • Unterrichtsmaterialien
  • Buchbesprechungen

Shwerpunkte: 

Lehren, Unterdrückung und Regulierung der Magie

Die Geschichte der Magie hängt weitgehend von den im Laufe der Jahrhunderte formulierten Definitionen und der vorschreibenden Rolle der Religionen ab. Wer entscheidet, was Magie von Philosophie und Religion, legitimem Glauben und reiner Erfindung unterscheidet... und worauf basiert diese Entscheidung? Wie und von wem wird die Macht über Ausübende sogenannter magischer Praktiken ausgeübt?

Magische Figuren, Orte, Rituale und Objekte

Wer übt Magie aus, an welchen Orten und mit welchen Mitteln? Ob Magier, Magierinnen, Schamanen, Schamaninnen, Marabuts, Hellseher oder Hellseherinnen, Elixiere, Amulette oder Substanzen mit halluzinogener Wirkung – die Figuren und Mittel der Magie sind in einer Vielzahl von geografischen und sozialen Räumen zu finden und werfen gleichzeitig Fragen über das Fortbestehen bestimmter Rituale – Formeln, Gesten und geweihte Gegenstände – im Laufe der Zeit auf.

Magie im (post-)kolonialen Kontext

Mit dem Aufkommen der modernen Anthropologie standen die Bräuche und Glaubensvorstellungen der kolonialisierten Völker im Widerspruch zu den Bestrebungen des Westens nach Vereinheitlichung und Rationalisierung. Wie wurden die aufeinanderfolgenden Definitionen von Magie und die Instrumente zu ihrer Unterdrückung an die Ziele der Kolonialreiche angepasst? Wie hingegen dienten die als magisch geltenden Praktiken der kolonialisierten Gesellschaften als Instrumente des Kampfes und des Widerstands? Und wie sieht es mit der Wiederbelebung dieser Praktiken im postkolonialen Kontext aus?

Magie, Geschlecht und Aberglaube

Von der antiken Pythia bis zu den neopaganistischen Druidinnen haben Kulturen weibliche Figuren hervorgebracht, sobald Magie mit Aberglauben in Verbindung gebracht wird. Welche Rollen sind ihnen zugeschrieben worden und was ist von der Gewalt zu halten, die ihnen im Laufe der Jahrhunderte angetan wurde? Wie sind hingegen die jüngsten emanzipatorischen Aneignungen der Figur der Hexe in neospirituellen und (öko-)feministischen Bewegungen zu interpretieren?

Magie zwischen Ästhetik, Illusion und Spektakel

Während man die Poesie gerne auf heilige Gesänge und Beschwörungsformeln zurückführt, durchdringt die Magie alle Künste als Suche nach dem Ungreifbaren, Ästhetischen und Künstlichen. Im 19. Jahrhundert begleitet sie den Aufstieg neuer Medien wie der Fotografie oder des Kinos. Diesen Medien hat man die Fähigkeit zugeschrieben, bestimmte Phänomene zu erfassen, die mit blossem Auge nicht sichtbar sind, eine Vorstellung, die kritisch zu befragen ist.. Dieser Schwerpunkt untersucht die mit den neuen Medien verbundenen Glaubenssysteme und die vielfältigen Beziehungen zwischen Magie, Technik, Populärkultur und Unterhaltungskunst.

Das vollstandiges Argument im angehangten PDF lesen. 

Redaktionsrichtlinien: 

Die Redaktionsrichtlinien sind auf der Website der Zeitschrift zur verfügung: https://www.codhis-sdgd.ch/de/schreiben-fuer-dh/

Vorgehen beim Publikationsprozess: 

Eingabefrist für Publikationsvorschläge: 16 mars 2026 

Frist für die Antwort des Redaktionskomitees: 25 mars 2026
Eingabefrist für die Beiträge: 3 juillet 2026

Für Beiträge in Deutsch: Béatrice Ziegler (beatrice.ziegler@em.fhnw.ch)
Für Beiträge auf Französich oder Italienisch: Nadine Fink (nadine.fink@hepl.ch) und Prisca Lehmann (prisca.lehmann@icloud.com)

Organisiert von
Didactica Historica
Sprachen der Veranstaltung
Deutsch
Französisch
Italienisch

Zusätzliche Informationen

Kosten

CHF 0.00

Anmeldung

Anmeldung bei Kontaktperson
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