Kontinuitäten – Differenzkonstruktionen und koloniale Denkmuster in der Afrikapublizistik von Hans Jenny

AutorIn Name
Tobias
Bösch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Stand
abgeschlossen/terminé
DozentIn Name
Prof.
Damir
Skenderovic
Institution
Seminar für Zeitgeschichte
Ort
Fribourg
Jahr
2025/2026
Abstract

Diese Masterarbeit untersucht die Schriften des Schweizer Publizisten Hans Robert Jenny aus einer postkolonialen Perspektive. Das Ziel besteht darin, die zentralen Narrative, Deutungsmuster sowie Differenzkonstruktionen in Jennys Afrikadiskursen zu analysieren und herauszuarbeiten, inwiefern dabei koloniale Denkfiguren reproduziert und fortgeschrieben werden.
Die Grundlage der Untersuchung bilden Hans Jennys Texte zu Afrika, die er zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren in Buchform oder als Artikel in Periodika veröffentlichte. Sie stellen einen bislang kaum untersuchten Quellenkorpus dar und wurden noch nicht im Kontext postkolonialer Theoriebildung betrachtet.
Um diesen Materialbestand zu beleuchten, orientiert sich die vorliegende Studie methodisch an der postkolonialen Diskursanalyse, mit der Jennys Afrikabilder sichtbar gemacht und dekonstruiert werden. Die Arbeit zeigt, dass Hans Jennys Afrikapublizistik von einem zutiefst ambivalenten und zugleich kohärenten Diskurs geprägt ist. Differenz wird in seinen Texten nicht nur konstruiert und als naturgeben festgelegt, sondern auch als wertvoll und schützenswert dargestellt. Afrika erscheint gleichzeitig als rückständig, fremd, faszinierend und bedroht, wobei koloniale Wissensordnungen weiterwirken und Vorstellungen von Ungleichheit reproduziert werden. Die Analyse von Hans Jennys Veröffentlichungen verdeutlicht damit exemplarisch die diskursive Fortsetzung und den Wandel kolonialer Bilder und Denkmuster in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts.

Zugang zur Arbeit

Bibliothek

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