Koloniale Gewalt im langen 20. Jahrhundert. Radikalisierung – Entgrenzung – Genozid?

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Vortrag

Wie eskaliert koloniale Gewalt? Welche Rolle spielen Emotionen, Feindbilder, Akteursgruppen und strukturelle Bedingungen? Der Kurs untersucht anhand kolonialer Konflikte von Kuba und Deutsch-Südwestafrika bis Angola und der Westsahara, wie Gewalt in den Kolonien des 20. Jahrhunderts entgrenzt worden ist – und ob der Genozid-Begriff hilfreich ist. Wir betrachten nicht nur militärische Dynamiken, sondern auch Biografien zentraler Akteure und weitere Faktoren, die Eskalationsprozesse prägen. Neu zugängliche Quellen und aktuelle Konfliktlinien zeigen, wie relevant diese Fragen bis heute sind.

Dr. Dr. Matthias Häussler, Historiker und Sozialwissenschaftler, Uni Bochum

Matthias Häussler hat sowohl in Philosophie als auch in Geschichte promoviert. Als Historiker und Sozialwissenschaftler beschäftigt er sich mit Fragen von Macht, Herrschaft und Gewalt in historischer Perspektive, mit einem besonderen Augenmerk auf die deutsche Kolonialgeschichte. Seine Forschungen führten ihn zu längeren Aufenthalten im subsaharischen Afrika. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen «Staatlichkeit und Gewalt im kolonialen Namibia (1883-1915): Akteure und Prozesse» (2024) und «Lothar von Trotha in Deutsch-Südwestafrika, 1904-1905» (2024, gemeinsam mit A. Eckl).

Dr. Andreas Stucki, Historiker

Andreas Stucki ist Historiker mit Schwerpunkt auf iberischer Geschichte. Er lebt in Bern und war als Gastwissenschaftler an der Universidad Complutense de Madrid, der Stanford University und der University of Sydney tätig. Zu seinen Publikationen zählen «Violence and Gender in Africa’s Iberian Colonies» von 2019 sowie, zusammen mit Robert Aldrich, «The Colonial World» von 2023.

3 Termine

  • Di 21.04.2026 19:00 - 20:30
  • Di 28.04.2026 19:00 - 20:30
  • Di 05.05.2026 19:00 - 20:30
Organisiert von
Volkshochschule Zürich

Veranstaltungsort

Universität Zürich-Zentrum
Rämistr. 71
8006 
Zürich

Kosten

CHF 95.00

Anmeldung

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