Kolonial. Globale Verflechtungen der Schweiz

29. März 2026 bis 11. Oktober 2026
Ausstellung

Ab dem 16. Jahrhundert waren Personen und Unternehmen aus der Eidgenossenschaft mit dem kolonialen System eng verflochten. Einzelne Schweizer Firmen sowie Privatpersonen beteiligten sich am transatlantischen Sklavenhandel und verdienten am Handel mit Kolonialprodukten und durch die Ausbeutung versklavter Menschen ein Vermögen. Schweizerinnen und Schweizer waren als Missionare auf der ganzen Welt unterwegs. Andere dienten, getrieben von Armut oder Abenteuerlust, als Söldner in europäischen Heeren, die koloniale Eroberungen machten und den Widerstand der indigenen Bevölkerungen bekämpften. Aber auch Fachleute aus der Schweiz stellten ihr Wissen in den Dienst der Kolonialmächte. An den Universitäten Zürich und Genf wurde zudem rassistisches Denken gelehrt, das international verbreitet wurde und der Legitimation des kolonialen Systems diente.
Basierend auf neusten Forschungsresultaten, anhand von konkreten Beispielen und illustriert mit Objekten, Kunstwerken, Fotografien und Dokumenten bietet die Ausstellung, zum ersten Mal in der Romandie, einen umfassenden Überblick über die koloniale Verflechtungsgeschichte der Schweiz. Mit Aktualitätsbezügen geht sie ausserdem der Frage nach, was das koloniale Erbe für die Schweiz der Gegenwart bedeutet. Die Ausstellung wurde 2024 im Landesmuseum Zürich gezeigt und wird in einer angepassten Form im Schloss Prangins präsentiert.

29.3.2026 - 11.10.2026 -  | 10:00 - 17:00 | Di,Mi,Do,Fr,Sa,So 

 

Organisiert von
Château de Prangins

Veranstaltungsort

Château de Prangins - Musée national suisse
Avenue Général Guiguer 3
1197 
Prangins

Kontakt

Château de Prangins
Telefon
+41 22 994 88 90

Zusätzliche Informationen

Kosten

CHF 0.00