fter the "Late Victorian HOlocausts": Transnational Responses to Famines and Malnutrition in India, c. 1900-​1955

AutorIn Name
Joanna
Simonow
Art der Arbeit
Dissertation
Stand
abgeschlossen/terminé
DozentIn Name
Prof.
Harald
Fischer-Tiné
Institution
ETH Zürich, Institut für Geschichte, Lehrstuhl Geschichte der modernen Welt
Ort
Zürich
Jahr
2018/2019
Abstract
Nachdem Bilder abgemagerter Körper indischer Frauen und Kinder im späten neunzehnten Jahrhundert über die Grenzen des British Empires hinweg Bestürzung auslösten, wurden „indische Hungersopfer“ zum Ziel transnationaler Hilfsmassnahmen. Zur gleichen Zeit wurde das Leiden der indischen Bevölkerung zum Gegenstand lebhafter Debatten, die durch die Beiträge indischer und ausländischer politischer Akteure, Reformer, Missionare und Landwirtschaftsexperten immer wieder angefacht wurden. Erklärungen für die Krise wurden zumeist in fehlerhaften sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen des British Raj gesucht. Dadurch wurde die indische Hungerskrise politisiert: Sowohl Befürworter als auch Gegner der Kolonialregierung nutzten Hungersnöte und Mangelernährung um ihre politischen Ansprüche zu untermauern. Im Spiegel dieser Gemengelage untersucht das Forschungsprojekt Kampagnen von Hilfskomitees und Interessensgemeinschaften. Es versucht nachzuzeichnen, wie und warum zivilgesellschaftliche Gruppen in- und ausserhalb des British Empires das Leiden der indischen Bevölkerung in die Öffentlichkeit trugen. Darüber hinaus wird erörtert, welche Rolle Darstellungen der indischen Hungerskrise in der Erregung öffentlichen Interesses, der Mobilisierung von Ressourcen, wie auch in der Vermittlung konkreter Ideen über die Hilfsbedürftigkeit Indiens spielten.

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