Vortrag von Prof. Dr. Vitus Huber, Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Departement für Geschichte der Universität Freiburg
Die Eroberung Amerikas ist ein Vorgang von welthistorischer Bedeutung. Sie markiert gewissermassen den Anfang der frühen Globalisierung. Sie stiess Debatten über Völkerrecht und die Menschenwürde an und forderte das christliche Weltbild heraus. Zudem ging sie mit einem gigantischen Missionierungs- und Kolonisierungsprojekt einher. Neben der Versklavung von Millionen von Menschen (insbesondere, aber nicht nur aus Schwarzafrika) führte sie auch dazu, dass die gewohnte Umwelt vieler Menschen nachhaltig verändert wurde. Selbst in der Schweiz hat sie zum Beispiel unsere Essgewohnheiten stark geprägt. Wie diese Conquista, wie die Eroberung auf Spanisch genannt wird, aber genau ablief, wird – trotz umfassender Forschung dazu – landläufig oft in veralteten Bildern und Erzählungen dargestellt. Ein genauerer Blick kann viele Mythen entlarven und ein neues Bild des faszinierenden Themas zeichnen.
Der öffentliche Vortrag findet statt am Dienstag, 27. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Universität Miséricorde, Gebäude 03 (Avenue de l'Europe 20), Raum 3115
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