Der unterentwickelte Inselstaat ? Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit in Sri Lanka 1961-1982

AutorIn Name
Sarujan
Theivendran 
Art der Arbeit
Masterarbeit
Stand
abgeschlossen/terminé
DozentIn Name
Prof.
Damir
Skenderovic
Institution
Seminar für Zeitgeschichte
Jahr
2024/2025
Abstract

Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Analyse der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit in Sri Lanka zwischen 1961 und 1982. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf die staatliche Perspektive der Entwicklungszusammenarbeit und schränkt den Zeitraum zwischen der Gründung des DftZ 1961 und dem Ausbruch des sri-lankischen Bürgerkriegs 1983 ein. Für die Schweiz stellte der Inselstaat keinen Schwerpunkt dar. Sie beteiligte sich dennoch mit anfänglicher Zurückhaltung an verschiedenen «Entwicklungsprojekten», wobei in dieser Arbeit insbesondere die Eröffnung einer Schweizer Hotelfachschule in Colombo sowie die Schweizer Beteiligung am multilateralen Projekt der Familienplanung im Zentrum stehen.

 

Anhand eines globalhistorischen Ansatzes kann mit diesen Projekten aufgezeigt werden, wie sich die Schweiz in den transnationalen Diskurs der «Unterentwicklung» eingliederte. Ausserdem verdeutlichen beide Projekte die Rolle der Wissenshegemonie und deren Vermittlung an Sri Lanka, die Handhabung der Schweizer Neutralität während des Kalten Krieges und die fortdauernde Reproduktion kolonialer und rassistischer Bilder durch die Entwicklungszusammenarbeit, auch nach der formellen Dekolonisierung.

 

Infolgedessen argumentiert diese Masterarbeit, dass die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit aufgrund der geringeren geopolitischen Relevanz Sri Lankas ein Paradebeispiel dafür ist, wie ökonomische und politische Interessen die Umsetzung der Schweizer «Entwicklungsprojekte» beeinflussten.

Zugang zur Arbeit

Bibliothek

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