Erfahrungen von Deutschschweizer Offizieren während des Aktivdienstes im Ersten Weltkrieg
Als der Erste Weltkrieg sich dem Ende zuneigte, hofften einige Deutschschweizer Offiziere auf Aufstände und Unruhen in der Schweiz. Nicht weil sie die protestierende Arbeiterschaft unterstützt hätten, im Gegenteil: Die Unruhen niederzuschlagen, hätte es ihnen erlaubt, ihren Ruf zu polieren und am Ende der ereignisarmen Grenzbesetzung doch noch etwas zu erleben.
Mario Podzorskis Buch bietet gestützt auf bisher wenig beachtete Briefe und Tagebücher ein Panorama wesentlicher Elemente der Aktivdiensterfahrung von Offizieren. Nach einer Phase der Unsicherheit im August 1914 standen die Bedürfnisse, etwas zu erleben und sich zu bewähren, im Vordergrund. Diese konnten die Offiziere während der oft als ereignisarm und sinnfrei erfahrenen Grenzbesetzung und angesichts lauter werdender Kritik an der Armee aber kaum befriedigen. Erst der Ordnungsdienst während des Landesstreiks sollte ihnen die Möglichkeit dazu bieten.
Buchpräsentation mit dem Autor Mario Podzorski-Gächter sowie Daniel Marc Segesser (Universität Bern).
Mit anschliessendem Apéro.
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