Von 1397 bis 1800 lebten in Basel keine jüdischen Familien. Andreas Berger untersucht in seinem Buch «Stadt ohne Juden?» die unterschiedlichen Formen, in denen Jüdisches im frühneuzeitlichen Basel dennoch sichtbar wurde. Er differenziert dazu zwischen der physischen Präsenz von Jüdinnen und Juden und deren imaginierter Präsenz in Diskursen über das Judentum.
Das Buch leiste eine «sehr akribische und inhaltlich erhellende Bild- und Textanalyse antijüdischer Polemiken und Legenden unter einem diskursiven Ansatz, der ideengeschichtliche Zusammenhänge und Narrative offenlegt, die sich in Basel durch die dort bestehenden Netzwerke verdichteten», schreibt Sabine Ullmann in ihrer Rezension. Sie überblick die dargestellten Fallbeispiele und führt weiter aus, weshalb sich Basel als Untersuchungsort besonders gut eignet. Bergers Studie erweitere und vertiefe «das Verständnis von der Wirksamkeit antijüdischer Bilder und Narrative in entscheidender Weise», schreibt sie abschliessend.
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Ullmann, Sabine: Rezension zu: Berger, Andreas: Stadt ohne Juden? Präsenz und Absenz in der Frühen Neuzeit, Basel 2024, in: infoclio.ch, 27.7.2026, <https://www.infoclio.ch/de/rez?rid=140769>.