Gisela Hauss, Kevin Heiniger und Daniela Hörler befassen sich in ihrem Buch «Öffentliche Erziehungsräume zwischen Szene, Protest und Stadtpolitik» mit der Heimlandschaft der Stadt Zürich. Sie analysieren das vielfältige Reformgeschehen in der Kinder- und Jugendhilfe in den Umbrüchen zwischen 1970 und 1990.
Béatrice Ziegler (Bern) stellt in ihrer Rezension die interdisziplinäre, mehrperspektivische Analyse und die wichtigsten Befunde des Buchs vor und geht auf die zentrale Erkenntnis ein: In Ablehnung der bisher dominanten Vorstellung, «68» als Zäsur zu markieren, postuliere das Autorenteam «eine lange Dauer des Wandels von einer gewaltvollen Erziehung hin zu einem repressionskritischen Agieren.» Die Einordnungen und Beurteilungen überzeugten und eröffneten gleichzeitig Analyse- und Diskussionsanlässe zeitlich und thematisch weit über die damalige Heimlandschaft hinaus.
Die Rezension ist auf infoclio.ch und HSozKult frei und online verfügbar, ebenso das ganze Buch auf der Webseite des Seismo Verlags.
Ziegler, Béatrice: Rezension zu: Hauss, Gisela; Heiniger, Kevin; Hörler, Daniela: Öffentliche Erziehungsräume zwischen Szene, Protest und Stadtpolitik. Die städtische Kinder- und Jugendhilfe in Zürich im Fokus (1970 bis 1990), Zürich 2025, in: infoclio.ch, 20.01.2026, <https://www.infoclio.ch/de/rez?rid=157915>.