Workshop
Die russische Avantgarde der zehner Jahre hat in vielfältiger Form an einer Zerstörung des zentralperspektivisch organisierten Bildes der europäischen Tradition gearbeitet. Nach der Revolution von 1917 wird im Konstruktivismus und Produktivismus die retrospektive Bildform selbst zugunsten der Einwirkung auf die reale Produktion – also im Zeichen einer "Gestaltung der Zukunft" – preisgegeben. Dennoch bleibt die perspektivische Darstellungsform und Raumillusion auch die zwanziger Jahre hindurch virulent – und gewinnt gegen Ende der zwanziger Jahre eine erneute Dominanz, so auch im figurativen Spätwerk Kazimir Malevičs. Der Workshop geht dieser Destruktion und Refiguration der Perspektive in der russischen und sowjetischen Avantgarde in vier Vorträgen nach.
Programm:
10 Uhr Sebastian Egenhofer
Im Horizont des Hungers. Anmerkungen zum Spätwerk Kazimir Malevičs
11 Uhr 15 Magdalena Nieslony
Šklovskij, Hildebrand und die suprematistische Flächigkeit
Mittagspause
14 Uhr 30 Natalia Ganahl
Die Wiedergeburt der Perspektive aus dem Geiste der Anarchie
Kaffee
16 Uhr Simon Baier
Ursprüngliche Akkumulation. Grund und Boden in Malevičs Malerei
Schlussdiskussion
Organised by
Kunsthistorisches Institut, Universität Zürich
Veranstaltungsort
Universität Zürich, Raum HAH-F-01
Häldeliweg 2
8044
Zürich
Zusätzliche Informationen
Kosten
CHF 0.00