Cliocast #32: Moritz Mähr über «Wie der Verwaltungscomputer die Arbeitsmigration programmierte»

In seinem Buch «Wie der Verwaltungscomputer die Arbeitsmigration programmierte» analysiert Moritz Mähr die Einführung und Entwicklung elektronischer Datenverarbeitungssysteme in der Schweizerischen Bundesverwaltung von 1964 bis 1982. Von der Einführung der ersten Grossrechner über die Einrichtung des Zentralen Ausländerregisters bis hin zu den Bildschirmterminals – die Studie beleuchtet, wie der Einsatz von Computern und neuen Informationssystemen Verwaltungspraktiken, Handlungsspielräume und politische Entscheidungsprozesse verändert hat. 

In der neusten Cliocastfolge erläutert Moritz Mähr sein Interesse als Technikhistoriker an der Migrationsgeschichte. Im Gespräch mit Alexandra Binnenkade geht es um die Anfänge des Computers in der Bundesverwaltung und die Arbeitspraktiken von Frauen, die diese anfänglich vorwiegend bedienten, um die frühen Diskussionen über den Datenschutz in den 1970er Jahren und den Umgang mit Leerstellen in den Quellen. Er erklärt zudem, wie er grosse Bestände digitalisierter Dokumente und strukturierte Daten bearbeiten konnte, und führt aus, wieso die Quellenkritik und Archivbesuche mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Aufkommen von KI ihre Bedeutung nicht verlieren. 

 

Wie alle Cliocastfolgen ist auch dieses Gespräch frei und online verfügbar – ebenso Moritz Mährs Buch auf der Webseite des Brillverlags. 

 

Binnenkade, Alexandra: Podcast mit Moritz Mähr - Wie der Verwaltungscomputer die Arbeitsmigration programmierte. Elektronische Datenverarbeitung in der Schweizer Bundesverwaltung 1964–1982, cliocast 32, infoclio.ch, 17.04.2026. Online: <https://www.infoclio.ch/de/node/192093>.