Oral History mit Holocaustüberlebenden bezüglich ihres Einlebens in der Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg

AutorIn Name
Anina
Salzmann
Academic writing genre
Master thesis
Status
abgeschlossen/terminé
DozentIn Name
Prof.
Christina
Späti
Institution
Seminar für Zeitgeschichte
Place
Fribourg
Year
2024/2025
Abstract

Die vorliegende Masterarbeit geht der Frage nach, wie sich Holocaustüberlebende nach ihren tragischen Erlebnissen während des Zweiten Weltkrieges wieder in die Gesellschaft eingelebt haben. Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wurden acht Interviews mit Holocaustüberlebenden durchgeführt, die aus unterschiedlichen Ländern stammen, heutzutage jedoch alle in der Schweiz leben. Einige der interviewten Personen konnten sich während der Zeit der Verfolgung verstecken, andere wurden deportiert und nach Ravensbrück, Bergen- Belsen, Auschwitz oder in andere Lager gebracht. Denn neben physischem Leid, welches die Überlebenden der Arbeits- und Konzentrationslager erlitten, quälten die meisten Holocaustüberlebenden (auch Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges) Traumata der damaligen schrecklichen Ereignisse. In dieser Arbeit wird behandelt, inwiefern dies auf die interviewten Personen zutrifft und wie sie damit in ihrem Alltag umgegangen sind.

Diese Masterarbeit ist in zwei Teile aufgeteilt. In einem ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen der Oral History dargelegt. Dabei wird die Geschichte der Oral History kurz präsentiert, dann wird zentralisiert, auf was ein Forscher oder eine Forscherin bei der Durchführung von Oral-History-Interviews achten sollte und welche Vorbereitungen dies impliziert. Bezüglich der Erinnerungs- und Gedächtniskultur wird der Umgang mit dem Holocaust exemplarisch anhand der Fallbeispiele Ungarn und der Vereinigten Staaten untersucht, da je nach Nation und Kultur ein sehr unterschiedlicher Umgang mit dem Holocaust gepflegt wird.

Der zweite Teil dieser Masterarbeit widmet sich den durchgeführten Interviews mit den Holocaustüberlebenden und deren Analysen. Hierbei wird vor allem thematisiert, inwiefern der Holocaust ein Tabuthema für die Überlebenden war. Diese Arbeit liefert Einblicke in die (andauernde) Verfolgung in den Erinnerungen der Holocaustüberlebenden und zeigt auf, wie diese mit der Herausforderung umgingen, sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Leben aufzubauen.

Access to the work

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