Geschlechterstilisierungen in Schweizer Terrorismusdiskursen von 1970-1983

AutorIn Name
Dominique
Grisard
Academic writing genre
PhD thesis
Status
abgeschlossen/terminé
DozentIn Name
Prof. Dr.
Regina
Wecker
Institution
Historisches Seminar
Place
Basel
Year
2008/2009
Abstract
In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren deklarierten GuerillakämpferInnen – die Hälfte davon Frauen – westlichen Nationalstaaten den Krieg. Vor diesem Hintergrund stellt diese Studie die These einer zentralen Verzahnung des dominanten Geschlechter- und Terrorismusdiskurses auf, mit dem Ziel, den gewohnten Blick auf das Phänomen des Terrorismus grundlegend zu verschieben. So wurden erstens individuelle, symbolische und institutionelle Verschränkungen dieser Diskurse deutlich. Zweitens rückte mit dem Fokus auf die Schweiz, einem geographischen Nebenschauplatz des Terrorismus, der Terrorakt selbst in den Hintergrund. Damit zeigt sich, dass mediale, aber auch politische, sicherheitspolitische, polizeiliche und strafrechtliche Diskurse das Phänomen des Terrorismus massgeblich prägten.Ein zentrales Resultat der Studie ist, dass das Phänomen des Terrorismus nicht nur als staatlicher Herrschafts- und Kontrollverlust erfahren, sondern auch als Angriff auf das Herz des Staates, genauer: als Herausforderung der damaligen Geschlechterordnung, insbesondere von Männlichkeit, erlebt wurde. Dies erklärt auch, warum der Terrorismus an beiden ‚Fronten’, in der öffentlichen und in der Privatsphäre, bekämpft wurde und zwar durch einen Ausbau staatlicher Sicherheitsvorkehrungen und durch die Rückbesinnung auf tradierte männliche Tugenden wie Wehrpflicht und die Rolle des Familienbeschützers. Key Words: Linksterrorismus, Geschlecht, Staat, Strafrecht, Printmedien, Diskursanalyse Advisors:
External ID
60148

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