Die Aargauer Historikerin Catherine Morgenthaler wird die noch vielen unbekannte, spannende Entstehungsgeschichte des Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, heute SBLV, und deren Bezüge zum Kanton Solothurn präsentieren.
Lili Kohler-Burg (1893-1978) ist eine Pionierin der Schweizer Landfrauenbewegung. Sie war Initiantin des Aargauischen Landfrauenverbands (1929/30) und des Schweizerischen Landfrauenverbands, der am 5. Juli 1932 in Olten gegründet wurde. Nach dem Zusammenschluss mit dem Schweizerischen Verband Katholischer Bäuerinnen 2006 ist der SBLV heute einer der grössten Frauendachverbände der Schweiz.
Lili Kohler-Burg aus Schönenwerd SO, die einen Bauer in Linn (AG) heiratete, war eine der prägenden Persönlichkeiten dieser bis heute in der Forschung weitgehend unbeachteten ländlichen Selbsthilfe-Bewegung. Als ausgebildete Lehrerin mit angefangenem Mathematikstudium setzte sie sich besonders für die Bildung der Frauen auf dem Land ein, was zu einem wichtigen Ziel des Verbandes wurde.
Gefordert wurde auch mehr Wertschätzung für die volkswirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutende Arbeit der Bäuerinnen und eine Entlastung von der doppelten Frauenarbeit, heute Doppelbelastung genannt. Sie führte zu frühen sozialpolitische Forderungen wie «Land-Kindergärten» und «Kinderkrippen für die ganz Kleinen».
Catherine Morgenthaler MA wuchs selber als Bauerntochter in Attelwil (AG) auf. Sie unterrichtet Geschichte, Politische Bildung und Französisch an der Bezirksschule in Seengen (AG). Parallel dazu hat sie ein Geschichtsstudium an der Universität Basel absolviert. Der Vortrag stützt sich auf ihre Masterarbeit.
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Gosteli-Archiv für Frauengeschichte, Worblaufen