Angriffe auf Historiker:innen und die Krise der Demokratie. Welche Handlungsoptionen bestehen?

4. December 2026 - 10:15 bis 17:00
Conference

Kritische historische Forschung bildet eine wichtige Stütze demokratischer Gesellschaften. Ohne die Einhaltung rechtlicher Grundlagen und demokratischer Prinzipien sind Historiker:innen und ihre Forschung allerdings gefährdet. Was bedeutet es für Historiker:innen, wenn Demokratie und selbstverwaltete wissenschaftliche Institutionen angegriffen werden und ihre Legitimität von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wird? Wie soll mit der Tatsache umgegangen werden, dass soziale Netzwerke der Wissenschaftsfeindlichkeit eine zunehmend einflussreiche Plattform bieten?

Die von der Abteilung «Wissenschaftspolitik» der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) organisierte Veranstaltung bringt drei Organisationen zusammen, um bewährte Verfahren zu ermitteln, von den Erfahrungen von Forschenden verschiedener Disziplinen zu profitieren und transdisziplinäre Vernetzungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Der Anlass thematisiert Anfeindungen gegenüber Forschenden und der Forschung und fragt: Was kann getan werden, um eine wissenschaftliche Diskussion vor politisch motivierten Diffamierungen zu schützen? Welchen Logiken folgen Angriffe im digitalen Raum, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen und welche langfristigen Auswirkungen können solche Attacken haben? Was können Historiker:innen von den Klimawissenschaften in Bezug auf Angriffe auf Forschende sowie auf die Wissenschaft lernen?

Abgerundet wird die Tagung mit einer Online-Präsentation und einer Diskussion mit Naomi Oreskes über die aktuelle Lage in den Vereinigten Staaten, wobei sie ihre umfassenden Kenntnisse zu Angriffen auf die wissenschaftliche Forschung einbringen wird.

 

Anmeldung: Die Anmeldung ist ab dem 1. Mai 2026 möglich.

 

Vorläufiges Programm

10.15–10.30: Einleitung, Sandra Bott, Francesca Falk

10.30–10.55: Was ist die Funktion des Presserats in der Schweiz? Wie unterscheidet er Debatte von Diffamierung?, Monika Dommann

10.55–11.00: Pause

11.00–11.25: Angriffe auf Forschende im analogen und digitalen Raum: Dynamiken und Handlungsmöglichkeiten, Anna Jobin

11.25–11.30: Pause

11.30–11.55: Wie gehen die Klimawissenschaften mit Angriffen um? Was für Verhaltensweisen und Strategien haben sich bewährt?, Stefan Brönnimann

11.55–12.00: Pause

12.00–12.30: Schlussrunde, Francesca Falk, Pauline Milani (Moderation)

12.30–13.45: Lunch

13.45–15.15: Organisationen und Initiativen / Chair: Sandra Bott

  • Comité de Vigilance face aux usages publics de l’histoire
  • hist4dem
  • Network of Concerned Historians (NCH)

15.15–15.30: Launch der neuen NCH-Website

15.30–16.00: Pause

16.00–17.00: The Current Situation in the United States (online), Naomi Oreskes / Chair: Isabelle Schürch

Organised by
SGG-Abteilung «Wissenschaftspolitik»

Veranstaltungsort

Universität Bern
Unitobler, Raum F021
3012 
Bern

Kosten

CHF 0.00