«Wir, Saisonniers…»: Zürich 1931–2026. | Eine Ausstellung über sichtbare Arbeit und unsichtbar gemachtes Leben

26. March 2026 bis 21. June 2026
Exhibition

Die Ausstellung beleuchtet ein Kapitel der Schweizer Geschichte, das lange im Schatten stand und dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen.

Über Jahrzehnte waren Saisonniers in der Schweiz als Arbeitskräfte willkommen, nicht aber als Menschen. Einer rigiden Aufenthaltsbewilligung unterstellt, arbeiteten sie auf unzähligen Baustellen, in Landwirtschaftsbetrieben, Privathaushalten oder im Gastgewerbe und trugen mit ihrer Arbeit massgeblich zum Schweizer Wirtschaftsboom der Nachkriegszeit bei. Dies meist entfernt von ihren Familien, stets ohne Sicherheit, den Launen der Arbeitger:innen und Migrationsbehörden ausgeliefert. In Baracken und behelfsmässigen Unterkünften untergebracht, lebten und arbeiteten sie oft auch fern von der übrigen Gesellschaft – eine Realität, die sich in anderer Form bis heute fortsetzt.

Die Ausstellung widmet sich den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Saisonniers in der Schweiz und fragt nach den Bezügen zur heutigen Arbeits- und Migrationspolitik. Historische Dokumente, Interviews, Bild- und Filmmaterial lassen persönliche Geschichten und gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar werden.

Konzipiert und erstmals gezeigt wurde die Ausstellung in Genf 2019; drei Jahre später wurde sie ins Neue Museum Biel geholt und auf die Bieler Verhältnisse adaptiert. Nun ist die Ausstellung zum ersten Mal in der Deutschschweiz zu sehen: in der Zürcher Photobastei, mitten im ehemaligen Arbeiter:innenquartier der Stadt.


 

Organised by
histoire publique (Zürich) in Kooperation mit den Archives contestataires, dem Collège in Zusammenarbeit mit dem Sozialarchiv

Veranstaltungsort

Photobastei
Sihlquai 125
8005 
Zürich

Kosten

CHF 0.00
Picture credits

Demonstration von Saisonniers aus dem ehemaligen Jugoslawien mit Koffern, 1994 © Schweizerisches Sozialarchiv Zürich