Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) hat zwei ihrer zentralen Grundlagentexte überarbeitet und aktualisiert, den «Ethikkodex und Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen Forschung, Lehre und Vermittlung» und den «Leitfaden für freiberufliche Historiker:innen. Tarife und Verträge».
- Der «Ethikkodex» bekräftigt das Prinzip, dass die Forschungsfreiheit ein fundamentales Recht ist, das hohe ethische Standards an die Vertreterinnen und Vertreter des Fachs voraussetzt. Er bietet Antworten auf Versuche, Forschung durch Einschüchterung oder juristische Massnahmen zu zensieren, auf Einschränkungen beim Quellenzugang und auf andere juristische und deontologische Probleme des Fachs. Zudem werden aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz adressiert.
- Der «Leitfaden» dient Forschenden in der Schweiz als Verhandlungsgrundlage, um ihre arbeitsrechtliche Situation zu regeln und optimale Voraussetzungen für die Erarbeitung historischer Projekte zu schaffen. Die vierte, überarbeitete Auflage geht auf die neuen Herausforderungen ein, die mit der Entwicklung des Preis- und Lohnindexes, den veränderten Rahmenbedingungen bei der Vergabe von Forschungsmandaten und der zunehmenden digitalen Angebote verbunden sind.
Beide Dokumente sind frei und online auf der Webseite der SGG verfügbar.
