Buchvernissage: Die Ökonomie des Standes. Gesellschaftskritik und Verteilkämpfe im alten Bern (1650–1750)

26. August 2026 - 18:00
Vernissage

Im 17. Jahrhundert wurde in Bern der Kreis derer, die sich an der Regierung und damit auch an einträglichen Ämtern beteiligen durften, stetig kleiner. Die Folge dieser Abschliessung und der zunehmenden Aristokratisierung des «Standes» waren schwelende Konflikte innerhalb der Berner Burgerschaft, die Mitte des 18. Jahrhunderts eskalierten.

Nelly Ritter geht diesen Kämpfen um Macht, Einkommen und die richtigen Lebensgewohnheiten in ihrem Buch nach, das sie 2014 aufgrund langer Krankheit unvollendet abbrechen musste. In ihrer Untersuchung verwendet sie vielfältiges Quellenmaterial und nimmt Einzelbiografien ebenso in den Blick wie Politikergruppen oder zeitgenössische Diskurse über richtiges Wirtschaften. Entstanden ist eine dichte Erzählung über eine turbulente Epoche der Berner Geschichte. Ritter rückt bisher Unbeachtetes wie die Biografie des Berner Politikers und Ökonomen Samuel Wagner oder kaum untersuchte administrative Akten in neues Licht und bietet damit zahlreiche Anknüpfungspunkte für die heutige Forschung. Dank der Überarbeitung von Daniel Schläppi und einem Vorwort von André Holenstein wird Ritters Arbeit nun für ein breites Publikum zugänglich.

 

Nelly Ritter (1949–2014), geboren in Thun, besuchte Schulen in Steffisburg sowie das Gymnasium in Thun und Davos. Sie studierte Geschichte an der Universität Bern, wo sie unter Leitung von Prof. Dr. André Holenstein an ihrer Dissertation arbeitete.

 

Vernissage: Mittwoch, 26. August, 18 Uhr, Staatsarchiv, Falkenplatz 4, Bern

 

Ritter, Nelly; Schäppi, Daniel: Die Ökonomie des Standes. Gesellschaftskritik und Verteilkämpfe im alten Bern (1650–1750), Bern 2026 (Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern 98).
Organisiert von
Hier+Jetzt-Verlag

Veranstaltungsort

Staatsarchiv
Falkenplatz 4
Bern
Sprachen der Veranstaltung
Deutsch

Zusätzliche Informationen

Kosten

CHF 0.00