Wie verändert sich die Migrationsgeschichte durch digitale Quellen und Methoden? Diese Frage steht im Zentrum der Sommeruniversität 2026 des Deutschen Historischen Instituts Paris, organisiert gemeinsam mit dem C2DH der Universität Luxemburg. Das Programm versammelt Beiträge, die vielfältige Quellen – von Verwaltungsarchiven und Korrespondenzen bis zu Datenbanken – aufbereiten und auswerten. Digitale Verfahren wie Text Mining, Netzwerkanalyse, GIS oder digitale Oral History erweitern die Möglichkeiten historischer Analyse und machen zugleich deren Voraussetzungen und Grenzen sichtbar.
Zugleich rücken grundlegende methodische und epistemologische Fragen in den Fokus: Modellierung und Kategorisierung treffen auf Probleme von Verzerrungen, ungleicher Überlieferung und den Grenzen digitalisierter Quellen. Die Sommeruniversität verbindet daher Fallstudien mit kritischer Reflexion über Quellenkritik, Transparenz und Kontextualisierung.
Praktische Workshops zu OCR/HTR, GIS und Datenverarbeitung sowie Plenarvorträge von Lorella Viola und Christoph A. Rass bilden den Rahmen des Programms.
Beide Keynotes werden über Zoom gestreamt. Anmeldung über den Link:
22.06.2026, Dr. Lorella Viola, Mapping Migrant Worlds
25.06.2026, Prof. Dr. Christoph A. Rass, How Migration Became Data, How Data Makes Meaning, and How Reflexive Migration Research Intervenes
Veranstaltung in Englischer und Französischer Sprache. Der Titel des Vortrags gibt die jeweilige Vortragssprache an.
Die Teilnahme vor Ort ist ohne Anmeldung möglich (mit Ausnahme der Workshops).
Anmeldung für die Workshops und Informationen: dh@dhi-paris.fr
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