Vortrag von Peter Niederhäuser, Historiker
Freitag / 13. März 2026 / 17:30 Uhr
Samstag / 14. März 2026 / 10:15 Uhr
Teilnahme frei
Bitte beachten Sie: die Teilnehmerzahl ist beschränkt.
Während den Burgunderkriegen kämpften die Eidgenossen gegen Herzog Karl den Kühnen. Mit dessen Tod war das Ende des Herzogtums Burgund zur Tatsache geworden. Die Eidgenossen hatten dem Heer vernichtende Niederlagen beigefügt und waren fortan für ihre militärische Schlagkraft berühmt. Doch der eigentliche Profiteur des burgundischen Niedergangs waren nicht die Eidgenossen - sondern die Habsburger.
Am 2. März (Grandson) und am 22. Juni 1476 (Murten) erlitten die Truppen Karls des Kühnen vernichtende Niederlagen, am 5. Januar 1477 sollte der burgundische Herzog dann vor Nancy sein Leben verlieren. Bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut, bei Nancy das Blut – so fasst die Schweizergeschichte die Burgunderkriege zusammen, die für das Selbstverständnis der Eidgenossenschaft ein zentrales Ereignis waren. Die Eidgenossen wurden zu einer militärischen Grossmacht, ohne aber von ihren Siegen allzu stark zu profitieren.
Der Kampf um das burgundische Erbe wurde vielmehr zwischen dem französischen König und dem späteren Kaiser Maximilian von Habsburg-Österreich ausgetragen. Maximilian heiratete 1477 die einzige Tochter des Herzogs, Maria von Burgund, und vermochte wider alle Erwartungen einen schönen Teil der burgundischen Länder zu behaupten, von der Freigrafschaft Burgund bis zu Flandern. Diese Gebiete brachten Geld wie Kultur und ermöglichten den Habsburgern den Aufstieg zur europäischen Vormacht. Nicht zuletzt seit dieser Zeit ist «Karl» ein beliebter habsburgischer Vorname.
In seinem Vortrag beleuchtet der Historiker Peter Niederhäuser den burgundischen Niedergang und den Aufstieg des Hauses Habsburg und gibt einen Einblick in dieses berühmte Kapitel der Schweizer und europäischen Geschichte.
Der Vortrag findet im Bundesbriefmuseum in Schwyz statt und wird zwei Mal angeboten: am Freitag, 13. März um 17.30 Uhr und am Samstag, 14. März um 10.15 Uhr. Die Teilnahme ist frei. Aufgrund der Platzverhältnisse ist die Teilnehmerzahl beschränkt.
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