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Digitales von Max Frisch

In seinem NZZ-Artikel vom 29. März 2010 "Frisch digital" weist Urs Steiner auf eine der zentralen Gefahren hin, die mit dem Übergang von der Analog- zur Digitaltechnik für die Sicherung von Kulturgut verbunden ist. So fragt er denn, was wohl in elektronischer Form von den Tausenden von gut sortierten Dokumenten von Max Frisch, in denen der Autor seine Gedanken festhielt, erhalten geblieben wäre? Diese Frage kann einem zu recht bange machen. Zu viele - technische ober auch organisatorische - Gefahren begleiten ein digitales Dokument, als dass man mit gutem Gewissen einfach davon ausgehen kann, dass dieses Dokument auch der Nachwelt überliefert werden wird.

Im selben Artikel weist Urs Steiner jedoch auch auf die Segnungen des digitalen Zeitalters hin. So wird das Max-Frisch-Archiv am Gründonnerstag eine neue Archivdatenbank öffentlich zugänglich machen. Die Datenbank, in der Schritt für Schritt Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Typoskripte und Korrespondeznen von und über Max Frisch verzeichnet werden, kann über Internet abgefragt werden. Es soll möglich werden, dass nach bestimmten Quellendokumenten gesucht weden kann, die man dann anschliessend im Archiv einsehen kann.