Die Aufarbeitung zum Kinderheim Einsiedeln im Kontext der katholischen Kirche der Schweiz
Die Publikation «Heilig-Geist-Spital, Waisenhaus und Kinderheim. Zur wechselvollen Geschichte einer Fürsorgeeinrichtung in Einsiedeln, 1861 bis 1972» von Kevin Heiniger, Simone Girard-Groeber, Annette Lichtenauer und Christine Matter (Fachhochschule Nordwestschweiz) beleuchtet die Geschichte einer Institution, die als Armenhaus, Waisenhaus und Kinderheim während über einem Jahrhundert das Leben zahlloser Kinder geprägt hat. Gestützt auf umfangreiche Archivquellen, persönliche Dokumente und 19 Zeitzeug:innen-Interviews entsteht ein facettenreiches Bild einer Einrichtung, in der soziale Kontrolle, religiöser Eifer, staatliche Vernachlässigung und wirtschaftliche Überlegungen zu einem System verschmolzen, das in vielen Fällen nicht dem Wohl der Kinder diente, sondern ihnen nachhaltig schadete – und über das jahrzehntelang geschwiegen wurde.
Die Veranstaltung stellt dieses Stück Schweizer Sozialgeschichte vor und verortet es in gegenwärtigen Forschungen zu verwandten Themen.
Inputreferate und Diskussion mit dem Autor:innenteam (Fachhochschule Nordwestschweiz) sowie Magda Kaspar und Lucas Federer (Universität Zürich, Forschungsprojekt «Sexueller Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz»).
Mit anschliessendem Apéro.
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