From Slave Trade to War and Tourism. The Many Faces of a Small Village in Africa, c. 1880 – 2016

Nom de l'auteur
Andreas
Zeman
Type de travail
Thèse
Statut
abgeschlossen/terminé
Nom du professeur
Prof.
Christian
Gerlach
Institution
Historisches Institut
Lieu
Bern
Année
2019/2020
Abstract
Das Dissertationsprojekt untersucht die Geschichte eines Dorfes am Malawisee von der Zeit seiner Entstehung im 19. Jh. bis zum heutigen Tag. Das untersuchte Dorf liegt heute in der Republik Mosambik. Es entstand im 19. Jh. am Ostufer des Malawisees als Umschlagplatz des Sklavenhandels. Seither hat die Geschichte des Dorfes zahlreiche Wendungen genommen. Zu nennen wären bspw. die Missionierungsversuche anglikanischer Geistlicher ab den 1880ern, das durch britische Truppen herbeigeführte Ende des Sklavenhandels in den 1890ern, die gleichzeitige Verbreitung des Islams unter der Dorfbevölkerung, die Kolonisierung durch eine portugiesische Handelskompanie um 1900 oder auch die zweimalige Vertreibung der gesamten Dorfbevölkerung zuerst während des mosambikanischen Unabhängigkeitskrieges (1964-1974) und dann während des mosambikanischen Bürgerkrieges (ca. 1977-1992). Ziel der Arbeit ist es, die Geschichte des Dorfes in Form einer Verflechtungsgeschichte umfassend zu untersuchen. Die verschiedenen politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Veränderungen im Dorfleben sollen in ihrer Vielschichtigkeit und in ihren Beziehungen zueinander analysiert und ihre Verknüpfungen zu überregionalen und/oder globalen Entwicklungen aufgezeigt werden. Um die angestrebten Ziele zu erreichen, bedient sich die Arbeit unterschiedlichster Quellen, darunter Interviews mit der heutigen Dorfbevölkerung und Akten aus diversen Archiven weltweit. Der mikrohistorische Ansatz soll es erlauben, bedeutende Empirie zu diversen unter-erforschten Themen der Geschichtswissenschaft zu liefern. Die Arbeit soll dabei das Gespür für und das Wissen über historische Globalisierungsprozesse im ländlichen Afrika vertiefen. Der Fokus auf eine konkrete Lokalität und auf konkrete Menschen soll es ermöglichen, diese Prozesse besser veranschaulichen zu können. Darüber hinaus widmet sich die Arbeit mit dem "Dorf" einer Kategorie, die in der Wissenschaft, Politik und (westlichen) Öffentlichkeit immer wieder als Archetyp eines ländlichen Afrikas bedient wurde und auch heute noch wird, von Historiker/inne/n bisher jedoch kaum untersucht wurde

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