Forschende für wissenschaftliche Beiträge
Für das Forschungsprojekt Verstrickungen und Konfrontationen. Davos und der Nationalsozialismus sucht das Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) Forschende mit ausgewiesener thematischer Expertise zur Erarbeitung eines von fünf Grundlagenartikeln gemäss Publikationskonzept. Die Arbeiten erfolgen in definierten thematischen Schwerpunkten. Ein unabhängiger wissenschaftlicher Beirat wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) einberufen. Die Forschungsresultate werden 2029 veröffentlicht.
Davos war als international bedeutender Kurort während der Zeit des Nationalsozialismus eng mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa verbunden. Verschiedene Vorstudien haben in den letzten Jahren auf die Dringlichkeit weiterführender Forschungsarbeiten hingewiesen.
Das neue Forschungsprojekt des ikg Verstrickungen und Konfrontationen. Davos und der Nationalsozialismus nimmt nun bislang wenig untersuchte Aspekte dieser Geschichte in den Blick. Es bezieht auch neu zugängliche Quellenbestände zu den deutschen Sanatorien in Davos ein. Im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen die Handlungsspielräume der lokalen Behörden wie auch die Formen des Widerstands, der Anpassung und der Ambivalenz der ortsansässigen Bevölkerung. Das Projekt wird ebenfalls die Nachkriegskonflikte, die Versuche der Verharmlosung der nationalsozialistischen Vergangenheit und die Erinnerungskultur beleuchten.
Das Projekt wird massgeblich von der Gemeinde Davos und dem Kanton Graubünden sowie vom ikg und durch weitere Drittmittel finanziert.
Auftrag und Honorare
· Konzeption eines Grundlagenartikels auf der Basis des Publikationskonzeptes
· Erstellung des Grundlagenartikels bis zur Publikation, inklusive zweier Schlaglichter (Umfang: 30 Seiten zuzügl. Abbildungsvorschläge und Anhang)
· Teilnahme an gemeinsamen Forschungstreffen und Veranstaltungen
· Projektstart: 1. Januar 2027
· Honorar je Grundlagentext: CHF 23'000.- (inkl. MwSt. und Spesen)
Ausschreibung
Die Ausschreibung erfolgt zweistufig.
Eingabefrist für Bewerbungen ist der 30. September 2026.
Einzureichende Unterlagen: Motivationsschreiben und Lebenslauf, inkl. relevanter Publikationen
In der zweiten Runde des Auswahlverfahrens werden ausgewählte Forschende zu einem Gespräch eingeladen (28.10./29.10/2.11.2026 in Chur). Als Vorbereitung erstellen alle Eingeladenen ein Exposee. Die Entschädigung dafür beträgt pauschal CHF 1’000.-, inkl. MwSt. und Spesen.
Interessierte erhalten weiterführende Unterlagen unter: info@kulturforschung.ch
Für Fragen und Informationen steht Ihnen Dr. Loretta Seglias (Projektleiterin) gerne zur Verfügung: loretta.seglias@kulturforschung.ch
Gerne erwarten wir Ihre Bewerbung per Mail an: info@kulturforschung.ch