Perspektivwechsel. Kazimir Malevič und der frühe sowjetische Bilddiskurs

10. octobre 2014 - 02:00
Workshop
Die russische Avantgarde der zehner Jahre hat in vielfältiger Form an einer Zerstörung des zentralperspektivisch organisierten Bildes der europäischen Tradition gearbeitet. Nach der Revolution von 1917 wird im Konstruktivismus und Produktivismus die retrospektive Bildform selbst zugunsten der Einwirkung auf die reale Produktion – also im Zeichen einer "Gestaltung der Zukunft" – preisgegeben. Dennoch bleibt die perspektivische Darstellungsform und Raumillusion auch die zwanziger Jahre hindurch virulent – und gewinnt gegen Ende der zwanziger Jahre eine erneute Dominanz, so auch im figurativen Spätwerk Kazimir Malevičs. Der Workshop geht dieser Destruktion und Refiguration der Perspektive in der russischen und sowjetischen Avantgarde in vier Vorträgen nach. Programm: 10 Uhr Sebastian Egenhofer Im Horizont des Hungers. Anmerkungen zum Spätwerk Kazimir Malevičs 11 Uhr 15 Magdalena Nieslony Šklovskij, Hildebrand und die suprematistische Flächigkeit Mittagspause 14 Uhr 30 Natalia Ganahl Die Wiedergeburt der Perspektive aus dem Geiste der Anarchie Kaffee 16 Uhr Simon Baier Ursprüngliche Akkumulation. Grund und Boden in Malevičs Malerei Schlussdiskussion
Organisé par
Kunsthistorisches Institut, Universität Zürich

Lieu de l'événement

Universität Zürich, Raum HAH-F-01
Häldeliweg 2
8044 
Zürich

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Coûts de participation

CHF 0.00

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