Mit Kinder- und Jugendarzt Oskar Jenni, Kinderanwältin Annegret Lautenbach und Historikerin Sonja Matter.
Lange galten Kinder als «kleine Erwachsene», deren körperliche und psychische Belastbarkeit kaum hinterfragt wurde. Mit der Industrialisierung war der Ausbeutung der Kinder als Arbeitskräfte nahezu keine Grenzen gesetzt, was gravierende gesundheitliche und seelische Schäden zur Folge hatte. Die Erkenntnis, dass Wachstum und Entwicklung empfindlich auf Überforderung und Mangelernährung reagieren, trug wesentlich dazu bei, Kinderarbeit nicht nur als soziales, sondern auch als entwicklungs- und gesundheitsrelevantes Risiko zu erkennen. Gesellschaftliche Verantwortung und politisches Engagement ermöglichten rechtliche und soziale Fortschritte und verbesserten den gesetzlichen Schutz für Kinder. Aktuelle Diskussionen über Leistungsdruck, psychische Gesundheit oder soziale Ungleichheit greifen dieselbe Grundfrage auf: Welche Bedingungen braucht ein Kind, um sich gesund entwickeln zu können?
Gemeinsam diskutieren die Podiumsgäste, wie die Rechte der Kinder heute politisch gestärkt und die Verantwortung für ihre Gesundheit und Zukunft weitergetragen werden können – damit Kinder in der Schweiz gesund, gehört und sicher aufwachsen.
Die Veranstaltung ist kostenlos und findet in Kooperation mit dem Kinderspital Zürich statt. Sie findet im Rahmen der Ausstellung «Aus der Not geboren. Arbeitende Kinder» statt (19.12.2025 – 20.4. 2026).
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Coûts de participation
Bild (Ausschnitt): Wasserholen an der Quelle, Unteriberg SZ, 1947 © Theo Frey / Fotostiftung Schweiz