mit Tim Guldimann und Walter Thurnherr
Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Schweiz völkerrechtlich als souveräner Staat anerkannt. Seither traf die Eidgenossenschaft mehrfach wegweisende Entscheidungen, die ihre politische Ordnung und ihre Stellung in Europa nachhaltig prägten: sie verpflichtete sich zur immerwährenden bewaffneten Neutralität, führte die direkte Demokratie ein, verlagerte die politische Macht dauerhaft zum Volk oder leitete den bilateralen Weg mit der Europäischen Union ein.
Heute steht die Schweiz erneut vor grundlegenden Fragen. Ihre Rolle als neutrale Vermittlerin wird zunehmend kontrovers diskutiert. Gleichzeitig gestaltet sich das Verhältnis zur Europäischen Union komplexer. Die Schweiz muss neu ausloten, wie sie ihre traditionellen Prinzipien – Neutralität, Föderalismus und demokratische Selbstbestimmung – mit den Anforderungen einer stärker vernetzten und konfliktreicheren Welt in Einklang bringen will. Kann sie die nötigen Entscheidungen treffen? Welche Verantwortung tragen dabei Bundesrat und Parlament?
Darüber diskutieren der Politikwissenschaftler und Diplomat Tim Guldimann und der ehemalige Bundeskanzler und Dozent für Staatswissenschaft Walter Thurnherr.
Moderation: Sermîn Faki, Nachrichtenchefin CH Media
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