Geheimschriften, Spioninnen, Geheime Räte: Geheimnisse und Politik im Ancien Régime

26. février 2026 - 19:30 - 21:00
Cours magistral

In der Alten Eidgenossenschaft spielte Geheimhaltung eine zentrale Rolle in der Politik. Gerade in Solothurn, dem Sitz des französischen Ambassadors, war das Bedürfnis hoch, im Verborgenen zu verhandeln und Informationen geheim zu halten.

Dieser Vortrag beleuchtet die politische Geheimhaltung in Solothurn und weiteren Orten der Alten Eidgenossenschaft. Dabei stehen zum Beispiel die Netzwerke der geheimen Kommunikation im Zentrum, die es zwischen verschiedenen Orten gab. In Zeiten politischer Spannungen griffen Regierungen, einzelne Ratsherren oder Diplomaten zu Chiffren und Tarnwörtern, um vertrauliche Korrespondenz vor fremden Blicken zu schützen.

Nebst den Regierungen rücken auch andere Akteur:innen in den Blick, die für die frühneuzeitliche Geheimpolitik bedeutsam waren: Die Rede ist von Informant:innen, «Spion:innen» und Mittelsleuten wie beispielsweise der berühmten Bernerin Katharina Perregaux von Wattenwyl. Sie übermittelte im späten 17. Jahrhundert Informationen zwischen dem französischen Ambassador in Solothurn und der Berner Regierung und bewegte sich dabei in einem gefährlichen Spannungsfeld gegensätzlicher Interessen, verdeckter Nachrichten und verratener Geheimnisse.

Der Vortrag basiert auf einem aktuellen Forschungsprojekt der Universität Bern zur Geheimhaltung in der Alten Eidgenossenschaft und präsentiert die spannendsten Resultate und Archivfunde des Projekts. Debora Heim ist Historikerin MA und schreibt ihre Dissertation zu diesem Thema.

Organisé par
Historischer Verein des Kantons Solothurn

Lieu de l'événement

Bibliothek des Klosters Dornach
Amthausstrasse 7
4143 
Dornach SO
Langues de l'évènement
Allemand

Informations supplémentaires sur l'événement

Coûts de participation

CHF 0.00

Inscription

none
Bildnachweis

Staatsarchiv Solothurn, Geheimes Alphabet 1655, und Stiftung Schloss La Sarraz, Porträt