In welchem Verhältnis stehen die heutige und die historische Schweiz zur griechisch-römischen Antike? Inwiefern hat das Bewusstsein einer römischen Vergangenheit die Entwicklung der heutigen Schweiz geprägt? Welche Aspekte der antiken Kultur werden in welchen gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Kontexten rezipiert? Und wie hat die Einstellung der Schweizer:innen zu ihrer Antike die Institutionalisierung der Altertums-wissenschaften in der Schweiz beeinflusst? Diesen Fragen möchte die Tagung nachgehen und damit erstmals den Versuch unternehmen, die Rezeptionsgeschichte der griechisch-römischen Antike in der Schweiz aus verschiedenen Blickwinkeln systematisch zu untersuchen.
Sektion I: Die römische Schweiz als nationaler Sehnsuchtsort?
In einem ersten Themenkomplex soll der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung der römischen Schweiz für das nationale Selbstverständnis der Schweiz zukommt und inwiefern in der Entwicklung des schweizerischen Nationalstaates auf die römische Vergangenheit Bezug genommen wurde.
Sektion II: Die Gegenwärtigkeit der Antike
Ein zweiter Themenkomplex widmet sich der Aktualisierung und Popularisierung der griechisch-römischen Antike in unterschiedlichen Milieus sowie den vielfältigen Interdependenzen zwischen wissenschaftlichen und ausser- wissenschaftlichen Diskursen, mit einem Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert.
Sektion III: Die Entstehung der Altertumswissenschaften in der Schweiz
Ein dritter Themenkomplex widmet sich der Korrelation zwischen der Antikenrezeption in Politik und Gesellschaft und der allmählichen Institutionalisierung der Altertumswissenschaften in der Schweiz.
Für die Teilnahme an der Tagung sowie am Apéro im Anschluss an die Abschiedsvorlesung ist jeweils eine separate Anmeldung bis zum 10. Mai 2026 erforderlich. Bitte nutzen Sie hierfür die folgenden Anmeldelinks:
Tagung: https://forms.gle/CEPjaCZtZFS2LbBs7
Apéro: https://forms.gle/fguFvdnuJLuimg6u5
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