Die Waffenfabrik Solothurn AG stellt ein spannendes Beispiel der Schweizerischen Zeitgeschichte dar. 1929 in den Hallen einer ehemaligen Patronenfabrik gegründet, war die Waffenfabrik aus der deutschen Schattenrüstung der Zwischenkriegsjahre entsprungen, namhaft gefördert und gestützt durch ein Netzwerk lokaler und internationaler Institutionen und Persönlichkeiten.
Als Tochterfirma der deutschen Rheinmetall AG war der Solothurner Betrieb vor allem eine Entwicklungsstätte für Infanteriewaffen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 in Deutschland war die Waffenfabrik als deutsches Rüstungsunternehmen in der Schweiz verschiedenen Faktoren unterworfen, welche die Wirtschaftlichkeit des Betriebes massgeblich beeinflussten. Der Zweite Weltkrieg wirkte sich auf die Waffenfabrik Solothurn höchst unterschiedlich aus, der Kriegsverlauf bescherte Aufschwung und Misere. Nach dem Krieg geriet das Unternehmen auf die Schwarze Liste der Alliierten und musste liquidiert werden.
Der Vortrag wird die wichtigsten historischen Stationen der Waffenfabrik Solothurn AG umreissen. Dabei wird das Netzwerk aus Politik, Wirtschaft, Militär und Gesellschaft skizziert, welches es möglich machte, ein deutsches Rüstungsunternehmen in der neutralen Schweiz zu betreiben
Adrian Baschung, MA, studierte an der Universität Bern Geschichte, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte und ist seit 2002 museologisch tätig. Er ist Leiter des Museums Altes Zeughaus in Solothurn und hat die aktuelle Sonderausstellung «Im Visier» zum Vortragsthema mitkonzipiert.
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Museum Altes Zeughaus MAZ, Solothurn