Wie Medienarchive zwischen faktischer Rekonstruktion und selbstgestrickten Wahrheiten pendeln
Die sich öffnenden Medienarchive und die sich rasant entwickelnden Informationstechniken bieten der Geschichtsforschung die Möglichkeit, vergangene Gegebenheiten zu rekonstruieren. Diese Medienarchive werden dadurch zum Medium.
Das Webinar zeigt u.a. auf, wie Archive, basierend auf emotionalen Inhalten und ihrem Anspruch auf Wahrheit, die Vergangenheit auslegen. Autoritäre Regimes begegnen diesem Umstand mit Kontrolle der Archive. In liberalen Gesellschaften kommen Archivaren und Archivarinnen sowie der Erforschung und Darstellung der Geschichte neue Aufgaben und Verantwortungen zu.
Gehen Sie gemeinsam mit Dr. Theo Mäusli dem Dilemma der Archive und der damit verbundenen Neubewertung von archivarischen Aufgaben auf den Grund.
Dieses Webinar ist Teil der Webinarreihe der Fakultät Geschichte zum Schwerpunktthema:
Das Echo der Gegenwart: Das Jetz mithilfe der Vergangenheit verstehen
Referent: Dr. Theo Mäusli
Dr. Theo Mäusli unterrichtet das Modul «Mediengeschichte» im Bachelor Geschichte an der FernUni Schweiz und das Modul «Digitale Medienarchive» an der Università della Svizzera italiana. Er ist Vorstandsmitglied der Weltorganisation der audiovisuellen Medienarchive FIAT/IFTA.
Er gehörte, für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Kultur- und Mediengeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, zu den ersten intensiven Nutzern der Radio- und Fernseharchive der Schweiz und wirkte aktiv bei der Digitalisierung und Offenlegung der SRG-Archive mit.
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