Exposition
1914: Europa wird vom Ersten Weltkrieg erfasst und zerrissen. Obwohl in der Schweiz keine Schüsse fallen, ist auch sie im Kriegszustand. Ein Graben zieht sich durch das Land. Während ein grosser Teil der Deutschschweiz stark mit Deutschland und Österreich-Ungarn sympathisiert, schlägt das Herz der Westschweiz mehrheitlich für Frankreich und seine Verbündeten. Die innere Zerrissenheit wird von den ausländischen Kriegsmächten wahrgenommen und genutzt. Mit massiver Propaganda fechten sie um die öffentliche Meinung in der Schweiz.
Der tiefe Sympathiegraben fordert die Schweiz innenpolitisch stark heraus. Die komplexe Frage der nationalen Identität wird heftig debattiert. 1918, am Ende des Ersten Weltkriegs, hat sich die politische Karte Zentraleuropas vollständig verändert. Die Grenzen der Schweiz aber bleiben bestehen. Wenn auch politisch geeint, so bleibt das Land nach dem Krieg in sozialer und kultureller Hinsicht tief gespalten. In diesem Klima spriessen die Wurzeln der Geistigen Landesverteidigung, die die Schweizer Politik über den Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre hinein prägen wird.
Im Feuer der Propaganda ist eine gemeinsame Ausstellung der Schweizerischen Nationalbibliothek und des Museums für Kommunikation. Im Zentrum stehen der Propagandakrieg und die grosse innere Zerrissenheit der Schweiz.
Organisé par
Museum für Kommunikation, Schweizerische Nationalbibliothek
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Coûts de participation
CHF 0.00