Workshop
Die Summer School der Basel Graduate School of History hat zum Ziel, aktuelle theoretische und empirische Strömungen der Mediengeschichte zu untersuchen. Dazu sollen drei Forschungsfelder besondere Beachtung finden. Der erste Schwerpunkt soll auf der traditionellen Forschung liegen, die besonders die Entwicklung verschiedener Medien, die Techniken und sozialen Konditionen ihres Aufkommens sowie deren soziale und kulturelle Konsequenzen betont. Kernthemen der frühneuzeitlichen Forschung sind dabei die Geschichte des Manuskripts, des Buches und des Pamphlets. In der modernen Geschichte stehen diejenigen Medien, die die Grundlage der modernen multimedialen Gesellschaften bilden – wie Boulevardpresse, Rundfunk, TV und die digitalen Medien – im Vordergrund.
Die zweite Perspektive, die angesprochen werden soll, soll auf neueren Ansätze basieren, wie sie im Zuge der Forschung von McLuhan, Foucault oder der kritischen Theorie der Frankfurter Schule entwickelt worden sind, und in denen die orginär medialen Eigenschaften historischer Perioden und historischer Gesellschaften betont werden. Medialität, verstanden als spezifische Konstellation textueller, visueller und auditiver Medien, wird als maßgebliche Bedingung der Kommunikation innerhalb einzelner und zwischen mehrerer Gesellschaften begriffen und stellt damit eine fundamentale Dimension historischer Analyse dar.
Das dritte Forschungsfeld soll die Mechaniken der Medienkommunikation, –repräsentation und –performanz untersuchen und aktuelle Studien behandeln, die auf sozialwissenschaftlichen Ansätzen wie der Netzwerkanalyse oder dem Konzept der „Aufmerksamkeitsökonomie“ beruhen.
Organisé par
Basel Graduate School of History
Lieu de l'événement
Universität Basel, Historisches Seminar
Hirschgässlein 21
4051
Basel
Langues de l'évènement
Allemand
Inscription
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