Zehn Jahre Schweizer Geschichte gehen online (1950-1959)

Die Schweizer Filmwochenschau zählt zu den wichtigsten audiovisuellen Beständen der Schweiz. Zum Welttag des audiovisuellen Erbes am 27.10. publizieren Memoriav, die Cinémathèque suisse und das Schweizerische Bundesarchiv alle Ausgaben der 50er Jahre in Deutsch, Französisch und Italienisch auf memobase.ch und swiss-archives.ch.

Nach der Publikation aller Ausgaben des Jahres 1956 im letzten Jahr werden zum Welttag des audiovisuellen Erbes (27. Oktober) alle Ausgaben der 50er Jahre (485 Ausgaben mit 2’396 Beiträgen) in den Sprachen DE, FR und IT mitsamt umfassenden und mehrsprachigen Metadaten online auf memobase.ch und swiss-archives.ch recherchierbar und zugänglich gemacht.

Bis 2019 wird die Veröffentlichung des Gesamtbestandes abgeschlossen sein. Die Filmwochenschau (1940-1975) war eine vom Bundesrat in Auftrag gegebene Zusammenstellung von politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Aktualitäten. Sie bildete bis zur Einführung des Fernsehens (1953) neben Radio und Zeitung die einzige Möglichkeit, sich im Kino über das aktuelle Zeitgeschehen zu informieren und prägte über Jahrzehnte das Bewusstsein der Kinogäste. In den 50er Jahren berichtete sie beispielsweise über die Fussball-WM in der Schweiz 1954, das Sonntagsfahrverbot und die Ungarn-Krise von 1956 oder die erste gesamtschweizerische Abstimmung über das Frauenstimmrecht 1959.

Die Digitalisierung aller Ausgaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Cinémathèque suisse, des Schweizerischen Bundesarchivs und von Memoriav.