Reformation in der Nachbarschaft: Vom gemeinsamen Land Appenzell zu Ausserrhoden und Innerrhoden

03.11.2017

1597 schied sich das Land Appenzell in Ausserrhoden und Innerrhoden. Grund dafür war die Glaubensspaltung. Reformatorische Ideen verbreiteten sich ab 1522, konnten sich aber nicht in der gesamten Bevölkerung durchsetzen. Um das schwierige Nebeneinander von altem und neuem Glauben zu beenden, entschied die Landsgemeinde 1525, dass jede Kirchhöre – der Bezirk, für den ein Pfarrer zuständig war – sich für einen Glauben entscheiden solle und dass die Bewohner des Landes Appenzell sich dort niederlassen durften, wo ihre Konfession gelebt wurde. So gelang das Zusammenleben während mehrerer Jahrzehnte gut. Verschiedene Ereignisse während der Zeit der Gegenreformation liessen den Graben jedoch so tief werden, dass die Trennung der Landesteile unausweichlich wurde. Mit dem Teilungsbeschluss konnte in Ruhe und ohne Blutvergiessen eine dauerhafte Lösung gefunden werden – europaweit eine Ausnahmeerscheinung.

Ständeratspräsident Dr. Ivo Bischofberger schildert, wie sich aus dem einst ungeteilten Land Appenzell die Halbkantone Appenzell Ausser- und Innerrhoden ausbildeten und welche Rolle die Glaubensspaltung dabei spielte. Begrüssung durch Bürgerratspräsident Arno Noger, anschliessend Apéro.

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