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Schweizer Geschichtswettbewerb an den Geschichtstagen

Die Zweiten Schweizerischen Geschichtstage in Basel (4.-6.2.) gaben HISTORIA die Gelegenheit, für den Jugendwettbewerb zu werben. Das Team war ausserdem mit einem «panel» vertreten. Diese Diskussionsrunde umfasste die Gewinnerin des HISTORIA-Preises von 2009, Clara Müller, die beiden Geschichtslehrer Christine Stuber und Hansjörg Frank, den Didaktiker Rudolf Hadorn sowie den Vertreter des deutschen Geschichtswettbewerbes Sven Tetzlaff. Die Runde wurde von Kerstin Peter, Geschichtslehrerin und Mitglied des HISTORIA-Leitungsteams moderiert.
Die Runde diskutierte engagiert über Projektarbeit von und mit Jugendlichen, deren Risiken und Chancen, sowie über den Wettbewerb als solchen. Die «panel»-Mitglieder war sich einig, dass HISTORIAs Vorgabe «Grabe, wo Du stehst» ein gutes Hilfsmittel ist, die Fragestellungen der SchülerInnen einzugrenzen und damit eine gute Arbeit praktisch zu garantieren. Quellen sind oft eine grosse Hürde, besonders die Archivarbeit ist für Jugendliche nicht einfach und ihre LehrerInnen müssten den ganzen Bestand schon im Vorherein kennen, um eine sichere Betreuung zu gewährleisten. Dies ist selbstverständlich eine schier unlösbare Aufgabe. Hier bewährt es sich, Fachpersonen anzufragen. Auch HISTORIA kann behilflich sein – mit Tipps auf der homepage oder mit Kursen zur Weiterbildung im Archivwesen.
«Oral History»-Quellen stehen den Jugendlichen oft selbstverständlich zur Verfügung; sie bergen jedoch die Gefahr, dass der Jugendliche sich schwer von der Persönlichkeit der Befragten distanzieren kann. Daher sind kleine überschaubare Privat- oder Firmenarchive oft bessere Quellengrundlagen für Arbeiten.
Zur Auszeichnung des Wettbewerbs: er bietet mehr als Geldpreise. Zunächst wird die Arbeitsleistung der Jugendlichen von unabhängigen Fachleuten anerkannt, ausserdem macht sich ein solcher Preisgewinn im noch frischen Lebenslauf gut und es können Lebenserfahrungen an Seminaren im europäischen Rahmen gesammelt werden.